Huawei-Geheimnis gelüftet – Enttäuschung macht sich breit

Gestern hatte Huawei spektakulär über den hauseigenen Twitter-Kanal eine „große Ankündigung“ angeteasert. Dieses Huawei-Geheimnis schien so wichtig gewesen zu sein, dass der Smartphone-Hersteller nicht bis Donnerstag warten konnte. Denn da hat der Konzern eh zum Presse-Event um 10:30 Uhr anlässlich der IFA 2019 geladen. Doch weder etwas zum US-Embargo und auch nichts zum Release des Huawei Mate X.

Wenn ich ehrlich sein soll, hatte etwas mehr erwartet, als Huawei gestern zur großen Ankündigung am heutigen Tage für viel Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Eine große Ankündigung wäre gewesen, wenn Huawei – wie auch Samsung – den Verkaufsstart für das Huawei Mate X für den 6. September bekannt gegeben hätte. Denn zum IFA-Start in Berlin wird wohl von südkoreanischer Seite das faltbare Smartphone – besser bekannt als Samsung Galaxy Fold – nach einigen Querelen nun in den Handel kommen. Doch das war es nicht was Huawei zu verkünden hatte.

Richard Yu mit dem Huawei Mate X

Huawei-Geheimnis, welches längst keines mehr war

Nein – man gab den Event-Termin unter dem Motto „Rethink Possibilities“ am 19. September in München bekannt, an dem CEO Richard Yu das Huawei Mate 30 und Mate 30 Pro präsentieren wird. Zu beneiden ist der gute Mann dieses Mal jedoch nicht. Denn die beiden Smartphones stehen aktuell unter keinem guten Stern. Google gab gegenüber Reuters bekannt, dass es aktuell keine Lizenz für Android und die Google-Dienste für die beiden Mate-Flaggschiffe gibt.

Auch ein Statement zu diesem Thema wäre so eine „große Ankündigung“ gewesen, die dringend  an die Öffentlichkeit müsste. Denn vermutlich wird auch Huawei, wie die Tochter Honor bei dem Honor 20 und 20 Pro Event, zu diesem Thema stillschweigen bewahren.

Dabei hängt meiner Meinung nach der Erfolg oder Misserfolg des Huawei Mate 30 und Mate 30 Pro mit dem vorinstallierten Betriebssystem zusammen. Sollte es dem chinesischen Hersteller doch noch rechtzeitig gelingen, HarmonyOS zum Verkaufsstart fertig zu bekommen, bleibt noch die Frage nach einem adäquaten Ersatz für einen Google Play Store.

[Quelle: Twitter]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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