Vivo X80 Pro im Test: Der teure Wolf im Schafspelz

Die ehemalige BBK-Tochter Vivo ist in Deutschland nach wie vor noch nicht so richtig angekommen. Um das zu ändern hat der chinesische Konzern nun das Vivo X80 Pro hierzulande und in Österreich präsentiert. Das jedoch zu zwei komplett unterschiedlichen Preisen. Was man für 1.300 Euro und einer Kamera mit Carl Zeiss Kooperation erwarten kann, soll unser ausführliche Testbericht unter Beweis stellen.

 

Bevor es hier so richtig los geht, eine kleine Anmerkung der Redaktion, da das Unternehmen Vivo allgemein konsequent als BBK-Tochter tituliert wird. Wir haben das Unternehmen erneut angeschrieben und folgende Antwort erhalten :

Vivo ist ein unabhängiges Unternehmen und gehört keiner Muttergesellschaft an. Vivo ist ein zu 100 Prozent privates Unternehmen, das von Herrn Wei Shen gegründet wurde. Vivo investiert in eigene F&E- und Produktentwicklungsressourcen und teilt diese mit keiner Marke, weder in der Software- noch in der Hardwareentwicklung. Vivo beschäftigt über 12.000 Mitarbeiter. Mehr als 75 Prozent von ihnen arbeiten weltweit in zehn F&E-Zentren. Seit 2011 tritt Vivo unter dem eigenen Markennamen auf.

Das Unternehmen sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Ist man doch im Heimatland China deutlich aktiver, hält man sich mit seinem deutschen Portfolio recht übersichtlich. Als klassisches Beispiel wäre hier die Marke iQOO zu nennen. Die aktuelle 10er Serie bietet das erste Smartphone welches sich mit 200 Watt laden lässt. Witzigerweise auch noch im BMW-M-Power-Design.

Aber auch sonst weiß man den globalen Markt gut zu vernachlässigen. Weder den Vorgänger des hier getesteten Vivo X80 Pro gab es hierzulande zu kaufen, noch will man uns das erste Foldable mit dem Vivo X Fold gönnen. Wir haben es natürlich dennoch getestet. Das alles sind natürlich Faktoren, die potentielle Kunden von einem Kauf eines 1.300 Euro teuren Smartphone zurückschrecken lassen. Und sei es noch so gut. Und soviel kann ich bereits jetzt versprechen, das Vivo X80 Pro ist gut! Sehr gut sogar. Nur zu teuer.

Design und Verarbeitung

Vivo X80 Pro im TestDas 164,57 × 75,30 × 9,10 Millimeter große und 219 Gramm schwere IP68 zertifizierte Vivo X80 Pro ist ohne große Spaltmaße und sehr hochwertig verarbeitet. Hierzulande ist das Smartphone ausschließlich in einem matten Schwarz (Cosmic Black) erhältlich, das im Grunde keinen Raum für Fingerabdrücke gewährt. Tasten gibt es ausschließlich auf der rechten Seite in einem Aluminiumrahmen optimal positioniert und mit einem satten Druckpunkt ausgestattet.

Oben und unten bietet das Design eine plane Oberfläche welche sich auf der Unterseite von links nach rechts durch einen SIM-Slot für zwei Nano-SIM-Karten (kein microSD-Karten-Support), einer Mikrofon-Öffnung, einem USB-Type-C-Port und weiteren 5 Schallöffnungen für einen der beiden Stereo-Lautsprecher.

Eine Audio-Klinkenbuchse lässt das Vivo-Flaggschiff vermissen. Auch auf der Oberseite, die im Grunde recht clean wirkt. Dabei verbirgt sich neben einem zweiten Mikrofon auch ein leicht zu übersehender IR-Blaster.

Vivo X80 Pro im Test

Der vermutlich bereits vermisste zweite Lautsprecher befindet sich über dem Display, in dem sehr schmalen Rahmen. Also allen Anschein nach in der Ohrmuschel, obwohl er dafür ein wenig zu laut scheint. Der Klang allgemein ist sehr ausgewogen und wäre im oberen Mittelmaß einzuordnen.

Natürlich gibt es wie nicht selten im Premiumbereich ein seitlich abgerundetes Display. Auf der Rückseite ein recht großes rechteckeckiges Kamera-Array, das eine dedizierte Periskop-Kamera, dreifach-LED-Blitzlicht und eine weitere kreisrundes Formierung für drei Objektive und Sensoren vereint. Natürlich mit prominenten Zeiss-Logo. Vorteil, liegt das Smartphone auf dem Schreibtisch, ist ein kippeln ausgeschlossen.

Vivo X80 Pro im Test

Display

Vivo hat schon häufiger seine enge Zusammenarbeit mit Samsung bestätigt. Das zeigt sich nicht nur bei dem verwendeten Speichermodulen, sondern auch bei dem E5-Display. Ich könnte es jetzt kurz machen und es als überragend bezeichnen und zur nächsten Kategorie übergehen. Doch das würde dem 6,78 Zoll großem E5-AMOLED-Display mit einer maximalen Auflösung von 3.200 x 1.440 Pixel (WQHD+) nicht gerecht werden.

Vivo X80 Pro bei GO2mobile im Review

Vivo verwendet die LTPO-Technologie, die es dem Schott Xensation Glass geschütztem Bildschirm ermöglicht eine Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz automatisch zu regulieren. Die Touch-Abtastrate beträgt zur Vervollständigung der Daten 300 Hertz. In unserem Test war die Anzahl der dargestellten Bilder nicht ganz eindeutig nachzuvollziehen. Denn die Energie sparenden 1 Hz erreicht man nur bei maximaler Helligkeit im manuellen Modus. Sonst reguliert die Automatik zwischen 10 und 120 Hz. Im Browser wiederum gibt es nur 60 Hz, was sich mir gerade bei möglichen Scroll-Bewegungen nicht ganz erschließt. Dennoch scheint es sich hier um Kinderkrankheiten zu handeln, die sich mit einem Software-Update schnell fixen lassen.

Immer wieder gern kritisiert, das seitlich abgerundete Display. Ich mag es, da es optisch einem suggeriert nahezu kein Displayrand zu haben. Der Grund für die Beanstandungen sind meist die Fehleingaben die durch das Halten des Smartphones ausgelöst werden könnten. Seid beruhigt: diese lassen sich sehr detailliert justieren und haben in unserem Test zu keinen Zeitpunkt einen Grund zu Beanstandungen geliefert.

Natürlich gibt es auch im X80 Pro ein Always-on-Display mit vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Display-Fazit

Das Samsung-Display weiß in Sachen Kontrast, Farbdynamik und Blickwinkelstabilität komplett zu überzeugen. Lediglich die maximale Helligkeit von 800/1.100 Nits haben wir bei anderen Flaggschiffen höher erlebt. Es reicht aber dennoch unter Sonnenlicht sein Vivo X80 Pro zu bedienen. Die dynamische Bildwiederholrate bedarf noch ein wenig Feintuning, leistet aber jetzt schon einen überragenden Vorteil.

Prozessor und Speicher

Das Vivo X80 Pro ist mit einem inzwischen veralteten Snapdragon 8 Gen 1 Octa-Core-Prozessor ausgestattet. Die Unterschiede in Sachen Leistung sind zu seinem neueren Plus-Model marginal und nicht der Erwähnung wert. Doch es gibt dennoch einen wichtigen Aspekt. Denn der Snapdragon 8+ Gen 1 wird nicht bei Samsung, sondern bei TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) hergestellt. Er kommt tatsächlich deutlich besser mit der Hitzeentwicklung zurecht.

In unserem Test haben wir dennoch „nur“ Spitzenwerte von 39,1 Grad gemessen. Das ist angesichts der mehr als 47 Grad im von uns getesteten Xiaomi 12 Pro nichts. Ein laues Lüftchen. Wie kommt das obwohl es sich hier um ein und den selben SoC (System on a Chip) handelt? Nun – wir haben gleich zwei Erklärungen dafür. Wie man schön auf der Foto der FLIR-Kamera des CAT S62 Pro sieht, scheint sich der Prozessor hinter einer kühlenden Glasplatte des Kamera-Arrays verborgen. Man kann ein wenig Hitzeentwicklung am Rand feststellen. Zum anderen erledigt den Rest die Software. Wird es dem Prozessor zu heiß, wird automatisch gedrosselt. Es schein aber eine sehr intelligente Regulierung zu handeln, da sie anders als bei anderen Herstellern schnell wieder auf das Maximum an Performance umschaltet. Das spiegelt sich auch in den AnTuTu-Benchmark-Werten von 962.348 Punkten wieder, wo man ganz oben mitspielt.

Kleiner Funfact: Im Heimatland China ist das X80 Pro auch mit einem MediaTek Dimensity 9000 SoC (System on a Chip) erhältlich. Bis heute haben wir diesen Prozessor in keinem Smartphone in unsere Testfinger bekommen.

Speicher

In Sachen Speicher macht es Vivo dem deutschsprachigen potentiellen Kunden einfach. Es gibt schlichtweg keine Optionen. Das Vivo X80 Pro wird ausschließlich mit 12 GB LPDDR5 RAM und 256 GB internen UFS 3.1-Programmspeicher ausgeliefert. An Geschwindigkeit gibt es keinerlei Kritik und in der Regel sollte diese Kapazität 95 Prozent aller Wünsche abdecken. Eine optionale Speichererweiterung via microSD-Karte gibt es für die restlichen 5 Prozent leider nicht.

Kamera des Vivo X80 Pro

Vivo X80 Pro bei GO2mobile im Review

Technische Daten der Hauptkamera

Allein die technischen Daten des mit Zeiss gemeinsam erstellten Quad-Imaging-System lassen das Herz des Hobby-Fotografen höher springen. Eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit einem 1/1.31 Zoll großem ISOCELL-GNV-Sensor von Samsung macht den Anfang. Hierbei handelt es sich um eine von Vivo modifizierte Version des ISOCELL GN1. Die maximale Blende von f/1.57 sollte eine hohe Lichtempfindlichkeit bieten. Bereits hier schon eine optische Bildstabilisierung verbaut.

Weiter geht es mit einer 48-Megapixel-Weitwinkel-Kamera mit einem Sichtfeld von 114 Grad. Verantwortlich ist hier ein IMX598 Image-Sensor von Sony. Seine äquivalente Brennweite beträgt 14 Millimeter und seine Blende f/2.2 bei einer Pixelgröße von 0,8 Mikrometer.

Einen 5-fachen verlustfreien Zoom bietet hingegen die 8-Megapixel-Periskopkamera, mit einer äquivalente Brennweite von 125 Millimeter. Auch hier wie bei der Hauptkamera, bei einer Blende von f/3.4, eine optische Bildstabilisierung samt PDAF (Phase Detection Auto Focus).

Das Highlight dürfte aber die 12-Megapixel-Portraitkamera sein. Der 1/2.93 Zoll große Bildsensor stammt ebenfalls von Sony und ist ein IMX663 mit einer Pixelgröße von 1.2 Mikrometer. Seine maximale Blende beträgt f/2.0. Ein wenig nachgedacht hat man bei Vivo, idem man der Kamera mit Bokeh-Effekt auch einen zweifachen optischen Zoom spendiert hat. Und das in einer Gimbal-Aufhängung für die beste Stabilisierung am Markt. Zusätzlich bietet hier der deutsche Traditionshersteller – die Carl Zeiss AG neben den speziellen T*-Glas-Linsen zur Verhinderung von Streulicht, viele Modi wie Biotar, Distagon, Planar, Sonnar und Weitere für die weltweit bekannten Effekte.

Und als wenn das gesamte Produktfeuerwerk noch immer nicht genug ist, verbaut Vivo auch noch zusätzlich seinen hauseigenen Bildprozessor V1+. Seine taktische Überlegenheit kommt bei den Nachtaufnahmen zum Einsatz der mit einem speziellen Rauschunterdrückungsalgorithmus arbeitet. Auch bietet der Prozessor spezielle Unterstützung bei Videoaufnahmen, sodass auch höhere Frameraten ohne ruckeln möglich sind.

Technische Daten der Frontkamera

Vivo X80 Pro bei GO2mobile im Review

Bei der Frontkamera handelt es sich um eine oben mittig im Display untergebrachte 32-Megapixel-Kamera (Punch Hole).Sie bietet ein Sichtfeld von 80 Grad, eine äquivalente Brennweite von 24 Millimeter und eine Blende von typischen f/2.45. Der 1/2.8 große Image-Sensor ließ sich nicht recherchieren. Die Pixelgröße beträgt zumindest 0,8 Mikrometer.

Tagesaufnahmen

Zwei wichtige Punkte gibt es zu benennen, welche dem geübten Auge auffallen. Auch bei Vivo sind Aufnahmen bei ausreichender und guter Beleuchtung kontrastreich als auch detailtreu. Das schaffen aber andere Hersteller auch. Das Vivo X80 Pro bietet ein – ebenfalls von Zeiss zertifiziert – einen sogenannten „natürliche Farben“ Modus. Und der Name ist Programm. Eben genau jenes passiert. Die Farben werden auf eure Foto so verewigt, wie sie in Natura auch sind. Häufig nach gefragt – Vivo liefert. Natürlich kann das Ganze auch deaktiviert werden. Ansonsten sprechen die Ergebnisse für sich. Einfach nur genial.

 

Weitwinkelaufnahmen

Wir haben mit Absicht auch einmal eine Weitwinkelaufnahmen im Dunkeln gemacht. Gerade hier kann man immer gut erkennen, wenn zwei unterschiedliche Kameras ihre Aufnahmen abliefern. Häufig ist hier am Rand matschiges Verhalten und unterschiedliche Farben zu vermelden. Nicht so beim Vivo-Flaggschiff.

 

Nacht-Aufnahmen

Mit dem Vivo haben sich Nachtaufnahmen geradewegs zu meinem Lieblingsmotiv entwickelt. Die Ergebnisse sahen im Vorschaubild auf dem Smartphone meist nicht so Dolle aus. Am Ende war ich jedoch jedes Mal freudig überrascht. Erschwerend muss noch konstatiert werden, dass ich zu keinem Zeitpunkt ein Stativ verwendet habe. Damit wären die Aufnahmen vermutlich noch einmal deutlich hochwertiger geworden.

 

Zoom-Aufnahme

Die technischen Daten hatten es im Grunde ja schon vorhergesagt: Bis zum 5-fachen Zoom gibt es verlustfreie Fotos, danach wird es so lala bis hin zu geht gar nicht. Es sei denn, man ist nur im Auftrag seiner Majestät unterwegs. Dann ist natürlich auch zu sondieren, was sich in weiter Ferne so abspielt.

 

Makro-Aufnahmen

Makro-Aufnahmen scheinen nicht die Königsdisziplin (um bei der Rede zu verweilen) des X80 Pro zu sein. Es gibt den Modus, welcher automatisch erkennt wann umzuschalten ist. So richtig nah geht es aber hier nicht ran.

 

Kamera-Fazit

Vivo X80 Pro bei GO2mobile im Review

Was natürlich fehlt, sind die Portrait-Aufnahmen. Mea culpa. Die werden selbstredend nachgereicht. Es mangelte an Freiwilligen, welche sich vor das Objektiv stellen sollten. Dabei soll in dieser Kategorie das Vivo X80 Pro brillieren. Nicht nur durch das Gimbal, sondern auch die unzähligen Zeiss-Filter.

Gleiches gilt für Video-Aufnahmen, welche gerade Dank V1+-Prozessor einiges zu bieten haben. Folgt ebenfalls umgehend. Ansonsten gibt es bislang nur positives über die Zeiss-Quad-Kamera zu berichten. Und das in jeder Disziplin.

Akku des Vivo X80 Pro

Vivo X80 Pro bei GO2mobile im Review

Der festverbaute Akku des Vivo X80 Pro bietet eine Kapazität von 4.700 mAh. Eine solche Größe ist auch bei dem hochauflösenden Display wichtig, sofern man es nutzen möchte. Es scheint als haben sich die Hersteller auf ein Tag Nutzung eingeschossen. Denn auch das Vivo-Flaggschiff erfüllt diesen Standard. Nach einem durchschnittlichen Arbeitstag und einer ruhenden Nacht, muss das Vivo an die Steckdose. Aber was ist schon ein durchschnittlicher Arbeitstag. Bei mir waren es laut Logbuch in etwa 5 Stunden.

Doch um es nicht so allgemein zu halten, haben wir auch ein PC-Mark Akkutest durchgeführt. Volle Displayhelligkeit auf Automatik, Bildwiederholrate auf 120 Hertz und maximale Auflösung. Satte 13 Stunden und 35 Minuten waren das Ergebnis. Das überrascht. Damit steht es mit auf einer Stufe des ZTE Axon 40 Ultra, das jedoch einen 5.000 mAh starken Akku an Bord hat. Dieser Bestwert ist ganz klar der Bildwiederholrate zuzuordnen, welche auch bei einem fixen Wert von 120 Hertz bei Bedarf auf bis zu 10 Hertz runterregelt.

Das Vivo X80 Pro hat ein 80-Watt-FlashCharge-Netzteil im Verpackungsinhalt. Dieser lädt das Smartphone binnen 40 Minuten von 0 auf 100 Prozent. Auch kabelloses Laden ist bis zu 50 Watt möglich. Jedoch benötigt man in beiden Fällen originales Vivo-Zubehör. Es können ebenfalls auch andere Qi-Geräte mit maximalen 10 Watt geladen werden (Reverse Charging).

Akku-Fazit

Der Akku des Vivo X80 Pro ist nicht besonders groß. Die Ladegeschwindigkeit nicht besonders schnell. Auch die Nutzungsdauer von einem Tag entspricht jedem anderen durchschnittlichen Smartphone. Als echter Nachteil kann sich das Aufladen mit einem Fremd-Netzteil herausstellen, da dann das Vivo bockt und nur noch 10 Watt aufnimmt. Bei 1.300 Euro erwarte ich aber keinen Durchschnitt.

Sicherheit und Software

Wie die meisten Android-Smartphones unserer Zeit, bietet auch das Vivo einen Gesichtsscan, als auch den Fingerabdruck als Sicherheitsfeature und Entsperrfunktion des Displays. Doch im X80 Pro befindet sich ein ganz besonderer Fingerabdrucksensor. Er ist so groß, das auf Wunsch die Sicherheit zu erhöhen auch zwei Finger zum Entsperren verwendet werden können. Alternativ steht es dem Anwender auch frei Apps als Schnellauswahl direkt auf die Entsperrfunktion zu platzieren.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet sehr schnell und zuverlässig.

Auf dem Smartphone ist ab Werk Android 12 installiert. Vivo gibt obendrauf noch seine hauseigene Benutzeroberfläche mit dem Namen Funtouch OS. Viele kleine Einstellungen gilt es in den Einstellungen zu entdecken. Der Klassiker – der „Ultra-Spielmodus“, welcher sich als App gar eigenständig gar nicht öffnen lässt. Lediglich in den Einstellungen lassen sich Optionen wie die „Adleraugen-Perspektive“ einstellen. Natürlich wird das nützliche Tool beim zocken aktiviert und kann links oben in das Display reingeschoben werden.

Der Google Sicherheitspatch wird bislang immer aktuell gehalten, sodass hier kein Grund zur Sorge besteht. Das Vivo-Versprechen gilt für ganze 3 Jahre. Negativ viel uns jedoch die vorinstallierte Bloatware auf. Apps wie Booking.com, LinkedIn und TikTok hätte ich auf einem so teuren Smartphone nicht erwartet.

Pro und Contra

Pro

  • Überragendes Display mit LPTO-Technologie
  • Sehr gute Performance
  • Schneller und großer Fingerabdrucksensor
  • Außergewöhnliche Zeiss-Kamera mit Gimbal
  • IP68-Zertifizierung
  • Kabelloses Laden
  • 80-Watt-FlashCharge-Netzteil

Contra

  • Der Preis
  • Bloatware
  • Durchschnittlicher Akku
  • Der Preis

Das Fazit des Vivo X80 Pro

Vivo X80 Pro bei GO2mobile im Review

Selten war ein Fazit derart zwiegespalten wie das des Vivo X80 Pro. Es ist in nahezu allen Belangen ein würdiges Flaggschiff. Top-Display, sehr guter Sound und Hobby-Fotografen werden endlich wieder ein Smartphone in die Hände bekommen, dass unabhängig von Tages-, Nacht und Portrait-Aufnahmen ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis liefert.

Auch der Prozessor samt angebotener Speicherkonfiguration, als auch die allgemeine Performance, Haptik und Handling weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Nur bei Androhung von körperlicher Gewalt würde ich den Akku kritisieren, der im Rausch des Maximum einen Tick größer hätte sein können. Aber im Grunde wäre dieses Urteil unfair, denn er hält den typischen Tag und lässt sich mit dem 80-Watt-FlashCharge-Netzteil schnell Laden. Auch kabellos (50 W) und auch andere Qi-Geräte (10 W) wenn gewünscht. Wenngleich so richtig schnell nur mit dem eigenen Zubehör. Aber auch daraus kann man nicht wirklich dem hierzulande nahezu unbekannten Hersteller Vivo einen Vorwurf machen.

So – jetzt kommen wir aber zu einem echten Kritikpunkt, wenngleich auch der Einzige. Der Preis! Das Vivo X80 Pro kostet satte 1.300 Euro. Das ist zumindest der Preis den Amazon nach wie vor aufruft. Bei dem Preisvergleichsportal Idealo kann man aktuell knapp 200 Euro sparen. Sprich Idealo bietet es ab 1.080 Euro* an. Und für ein Samsung-Smartphone wäre das vermutlich auch ein richtig gutes Angebot. Nur Vivo ist nicht Samsung. Vivo ist eine ehemalige BBK-Tochter dessen Verkaufspolitik nur schwer zu verstehen ist. Denn das Vivo X80 Pro kostet in Österreich von Day One ab 300 Tacken weniger. Whoot? Was soll das? Vivo antwortete uns auf dem Launch-Event auf diese Frage mit Marketing-Blabla. Nichts was es Wert wäre hier zu zitieren. Das verärgert wirklich immens. Denn unter dem Strich ist das Kamerawunder eine echte Empfehlung wert. Aber eben nur in Österreich!

Vivo X80 Pro bei GO2mobile im Review

*Hinweis: Der Artikel beinhaltet Affiliate-Links zu Händlern. Bei einem Kauf eines Geräts über einen solchen Link unterstützt ihr GO2mobile. Für euch entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.
Das Vivo X80 Pro im Test
  • 9.1/10
    Hardware - 9.1/10
  • 8.6/10
    Verarbeitung - 8.6/10
  • 7.6/10
    Software - 7.6/10
  • 8.5/10
    Performance - 8.5/10
  • 9.6/10
    Kamera - 9.6/10
  • 8.8/10
    Akku - 8.8/10
  • 7.6/10
    Preis/Leistung - 7.6/10
8.5/10

Kurzfassung

Wir brauchen gar nicht lange um den heißen Brei herumreden: Das Vivo X80 Pro ist ein geniales Kamera-Smartphone was wenig bis gar keine Wünsche offen lässt. Ein Preis von 1.300 Euro, wenn das Nachbarland nur 1.000 verlangt, von einem Unternehmen was hierzulande so gut wie gar nicht bekannt ist, kann man sich nicht erlauben. So wird das nix Vivo. Schade! Weil das Smartphone an sich ist ein Kracher!

Beitrag teilen:

MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.