Xiaomi: Alles vorbei mit den günstigen Smartphone-Preisen?

Das Xiaomi Pocophone F1 hat den chinesischen Hersteller auch hierzulande bekannt und beliebt gemacht. Ein Flaggschiff-Smartphone, welches inzwischen für 299 Euro zu kaufen ist, wo andere Hersteller versuchen die 1.000-Euro-Grenze nicht zu überschreiten. Doch der Xiaomi-CEO bremst Sparfüchse nun ein – die Zeit der Billig-Marke ist vorbei!

 

Mit dem Pocophone F1 hat der chinesische Hersteller unter Beweis gestellt, zu welch günstigen Preisen ein Android-Smartphone mit Premium-Ausstattung auch hierzulande verkauft werden kann. Inzwischen ist das Flaggschiff auch unter 300 Euro bei Amazon* erhältlich. Und es scheint kein Ende in Sicht. Distributoren streiten sich um die Position des exklusiven Großhändlers für Deutschland. Und der Konzern selbst gründet mit Redmi eine weitere Tochter, die noch günstigere Smartphones wie beispielsweise das Redmi Note 7 ab 149 Euro in Europa verkauft.

Doch nun macht der Xiaomi-CEO Lei Jun dem einen Strich durch die Rechnung. Der CEO und Gründer will von dem Image eines Billiganbieters für Smartphones weg. Es werde Preiserhöhungen geben, kündigt Lei Jun an. Hauptsächlich im Premiumbereich. Der CEO spricht wohl das aktuelle Flaggschiff Mi 9 an, das in China bereits für 2.999 Yuan – umgerechnet 399 Euro – zu kaufen ist. Hierzulande ist es bei einer UVP (unverbindliche Preisempfehlung) von 449 Euro * alles andere als teuer.

Xiaomi Mi 9

Es handelt sich wohl aktuell um das preiswerteste Smartphone mit einem verbauten Snapdragon 855 Prozessor in Europa. Angesichts der 1.249 Euro für ein Samsung Galaxy S10+ in der kleineren Speicherkonfiguration, bekommt der Kunde fast drei Mi 9 zu dem gleichen Preis.

Eigentlich wollen wir diesen Ruf loswerden, dass unsere Handys weniger als 2.000 Yuan kosten. Wir möchten mehr investieren und bessere Produkte herstellen. Dies wird wohl das letzte Mal sein, dass unser Preis unter 3.000 Yuan liegt. In Zukunft könnten unsere Handys teurer werden – nicht viel, aber etwas teurer, so Lei Jun

Xiaomi-Smartphones werden teurer!

Es scheint, dass die nächste Mi-Generation mit einer Preissteigerung hierzulande aufschlagen wird. In wie weit der Konzern die Preisschraube andrehen will, gab der CEO jedoch nicht bekannt. Selbiges Verfahren kennen wir bereits von Huawei, welche sich erst einen Namen mit qualitativ hochwertigen Smartphones zu günstigen Preisen gemacht haben.

Später folgte dann der Cut und die Gründung der Honor-Tochter. Diese verkaufte Anfangs Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones. Und das auch nur Online. Das ist inzwischen nicht mehr der Fall, wie das Honor View 20 (zum Test) unter Beweis stellt. Huawei selbst hat gerade das Huawei Mate X präsentiert, welches für schlappe 2.299 Euro ab April erhältlich sein wird.

[Quelle: Technode]
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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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