Apple Keynote Resümee: Zwei Devices und ein neues iOS

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apple-keynote-21_03_16Erst vor wenigen Tagen hatte Apple ganz offiziell die Einladung zu seinem ersten großen Event in diesem Jahr versendet, zu welchem das iPhone SE und das iPad Pro mit 9,7 Zoll Display erwartet wurden. Und es kam wie es kommen musste – beide Geräte sind nun offiziell. Neben der Neuvorstellung neuer Devices gab es aber auch einiges zum Betriebssystem zu verkünden und das zu allen Plattformen.

Doch alles der Reihe nach, denn wie bei jeder Keynote hat Apple erst einmal die jüngere Vergangenheit sowie erreichte Erfolge Revue passieren lassen. Gerade mit dem Blick auf den April, wenn der Konzern sein 40 jähriges Jubiläum feiern kann – ohne Mitgründer und langjährigen CEO Steve Jobs.

Jedenfalls zeigte sich der amtierende CEO Tim Cook höchst zufrieden, denn mittlerweile befinden sich über 1 Milliarde iOS-Geräte auf dem Markt. Mehr als 20 Prozent des gesamten Marktes, wo man Apple wirklich Respekt zollen kann.

Außerdem bekräftigte Cook noch einmal, dass man in der Sicherheitsfrage nicht von seiner Position der letzten Wochen abweichen werde. Sprich, man werde niemals freiwillig die Verschlüsselung von iOS wissentlich mit einer Hintertür versehen. Ein starkes Wort, steht morgen immerhin eine Anhörung vor Gericht im Fall gegen das FBI (zum Beitrag) für Apple auf der Agenda.

Apple iPhone SE

Doch das Highlight des gestrigen Abends dürfte ohne Zweifel das neue iPhone SE sein, wie es nun tatsächlich offiziell heißt. Manch einer würde ja behaupten, dass Apple einfach nur das Gehäuse des iPhone 5s verwendet und aktuellere Technik einbaut. Denn: Es sieht wirklich aus wie das besagte Modell von 2013.

Im Inneren sieht die Sache allerdings gänzlich anders aus, denn mit dem Apple A9 hat das neue iPhone SE denselben leistungsfähigen Dual-Core-Prozessor wie das iPhone 6s. Selbst die 12 Megapixel auflösende neue iSight Kamera inklusive TrueTone LED-Blitz auf der Rückseite ist in dem Winzling verbaut. Selbst der Touch ID Sensor in der Home-Taste und der Lightning-Anschluss haben Platz gefunden.

Einzige Veränderung gegenüber dem aktuellen Top-Modell Apples ist das 4 Zoll große Display mit 1.136 x 640 Pixel Auflösung – ohne 3D Touch, denn das bleibt auch weiterhin dem iPhone 6s sowie iPhone 6s Plus vorbehalten.
Der Vergleich, dass das iPhone SE lediglich ein geschrumpftes iPhone 6s im Gehäuse des iPhone 5s ist, lässt sich beim besten Willen nicht leugnen.

Apple iPad Pro

Die zweite große Neuheit des Abends war das ebenfalls im Vorfeld spekulierte iPad Pro mit 9,7 Zoll großen Display, welches quasi das iPad Air 3 ersetzt. Allerdings verzichtet der Konzern auf den Namenszusatz „mini“, was durchaus ei wenig Verwirrung verursachen könnte.

Auch hier lässt sich wieder sagen, dass es das originale iPad Pro mit 12,9 Zoll Display im Kleinformat ist. Denn auch mit Apple A9X, dem Apple Pencil als optionales Zubehör, den vier Lautsprechern im Gehäuse namens „Audio Pro“ und dem Smart Connector für ein Tastatur-Dock hat Apple übernommen.

Neu ist allerdings, dass die iSight Kamera mit 12 Megapixel auflöst und ein LED-Blitzlicht besitzt. Eine Premiere im iPad allgemein.
Aber auch die neue Speicher-Option mit ganzen 256 GB ist neu, die es auch für das große Pro-Tablet gibt, womit das iPad-Lineup in der Pro-Version durchgängig 256 GB internen Speicher besitzt.

iOS 9.3 und Mac OS X 10.11.4 ab sofort verfügbar

Neben den beiden neuen Geräten hat Apple zugleich auch den Start des neusten iOS-Updates bekannt gegeben, womit iPhone, iPad und iPod Touch auf iOS 9.3 aktualisiert werden.

Die größten Neuerungen umfassen Verbesserungen für den Einsatz in Schulklassen beziehungsweise vielmehr Unterstützung für mehrere Nutzerkonten auf ein und demselben Gerät (zum Beitrag) sowie der Nachtmodus, welcher bei Aktivierung den Anteil von Blaulicht deutlich reduziert.
Interessant ist, dass der Nachtmodus ausschließlich auf Geräten mit einem 64-Bit fähigen Apple A7 Prozessor oder neuer funktioniert.

Notizen lassen sich außerdem nun per Touch ID vor den Augen Dritter schützen und lassen sich nach Datum oder Dateinamen neu sortieren. Außerdem gibt es für iPhone 6s und iPhone 6s Plus neue App-Unterstützung im Bereich 3D Touch.

Für das Desktop-Betriebssystem Mac OS X 10.11 ist ebenfalls ein neues Update erschienen, welches sich vornehmlich um die Stabilität von Mac und MacBook kümmert, sowie diverse Sicherheitslücken schließen soll.
Unter anderem werden die Passwortgeschützten Notizen unterstützt, iMessage kann Live-Fotos vom iPhone 6s darstellen und bei  iBooks, Nachrichten und der Fotos-App gibt es ebenfalls kleinere Verbesserungen.

Apple Watch

Nein es wurde gestern keine neue Apple Watch vorgestellt. Dennoch hat das Unternehmen aus Cupertino anhand von Zahlen bewiesen das sie auch auf dem Gebiet der Smartwatches die erfolgreichsten sind. Zur Belohnung macht das Apple die Uhr nun günstiger. Um genau zu sein kostet die Apple Watch Sport nur noch 349 Euro und das Einsteigermodell sogar nur 299 Euro, also ein echtes Schnäppchen im Gegensatz zu den Android Wear Smartwatches von TAG Heuer, wo man noch schlappe 1.000 Euro drauflegen muss.
Doch zumindest in Sachen Armbänder hat man das Sortiment erweitert. Es gibt nun bunte Nylon-Armbänder, die natürlich die Uhr im Gesamtbild als neu dastehen lassen. Und wenn man schon im Updatefieber des Betriebssystem ist, so spendiert man der Apple Watch auch gleich noch die Version watchOS 2.2.

Preise und Verfügbarkeit

Eine echte Überraschung hatte Apple dann doch aus dem Hut zaubern können und das sind die Preise für das neue iPhone SE. Mit 16 GB internem Speicher geht es bei 489 Euro ohne Vertrag los, während das zweite Modell mit 64 GB internem Speicher ab 589 Euro zu haben ist.
Die Vorbestellphase beginnt diese Woche Donnerstag und die Auslieferung erfolgt ab dem 30. März 2016.

Für das neue iPad Pro mit 9,7 Zoll Display verlangt Apple 689 Euro in der WLAN-Variante mit 32 GB internen Speicher, 869 Euro für 128 GB Speicher und mit 256 GB Speicher kostet das WLAN-Modell 1.049 Euro. Will man zusätzlich LTE haben werden 839 Euro fällig mit 32 GB Speicher, 1.019 Euro für 128 GB und 1.199 Euro für 256 GB Speicher. das große iPad Pro gibt es nun ebenfalls mit 256 GB Speicher, kostet aber auch mit 1.419 Euro entsprechend viel.
Auch hier beginnt die Vorbestellphase schon diesen Donnerstag mit Auslieferung ab dem 31. März 2016.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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