Facebook hält nicht Wort und holt sich Kontaktdaten von WhatsApp

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WhatsAppKnapp 2 Jahre hat es gedauert, bis Mark Zuckerburg nun doch nicht sein zuvor gegebenes Wort länger halten kann, dass er trotz Übernahme von WhatsApp, die Daten nicht für Facebook verwenden würde. Nun hat WhatsApp entsprechend seine Nutzungsbedingungen angepasst und holt sich sämtliche Kontaktdaten wie beispielsweise die Telefonnummern eurer Freunde. Natürlich nur zu reinen Werbezwecken.

WhatsApp ändert die Nutzungsbedingungen

Das traurige an der Geschichte ist nicht das Facebook nun genau das macht, was alle schon beim Kauf von WhatsApp vermutet haben, nämlich seine Datenbank weiter mit unseren persönlichen Informationen zu füllen, sondern vielmehr dass man vor knapp 2 Jahren noch dem WhatsApp Kunden suggeriert hat, diese beiden Anwendungen getrennt zu behandeln (zum Beitrag).

Widerstand ist zwecklos

Nun ändert der Messenger seine Nutzerbestimmungen, denen man zwar widersprechen kann, dass aber laut einem kleinen Nebensatz, das Unternehmen nicht davon abhält eure Daten trotzdem zu ziehen. Zwar dann nicht mehr zum Zwecke persönlicher Werbung aber

„Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten und für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen.“

Laut den nun aktualisierten Nutzerbedingungen benötigt Facebook und WhatsApp praktisch einmal eure Telefonnummer als Identifizierung, das es sich hier um ein und die selbe Person handelt und dann wird synchronisiert was das Zeug hält.

Aus den neuen Nutzungsbedingungen:

  • Neue Möglichkeiten, WhatsApp zu verwenden. Wir möchten Möglichkeiten erkunden, wie du und Firmen über WhatsApp miteinander kommunizieren können, wie beispielsweise über Informationen zu Bestellungen, Transaktionen und Terminen, Liefer- und Versandbenachrichtigungen, Aktualisierungen von Produkten und Dienstleistungen und Marketing. So kannst du zum Beispiel Informationen zum Flugstatus für eine bevorstehende Reise, einen Zahlungsbeleg für etwas, das du gekauft hast, oder eine Benachrichtigung bezüglich eines Liefertermins erhalten. Nachrichten, die du erhältst, die Marketing enthalten, könnten Angebote zu etwas enthalten, das dich interessiert. Wir möchten nicht, dass du das Gefühl hast Spam zu erhalten. Wie mit allen deinen Nachrichten kannst du auch diese Kommunikation verwalten und wir werden uns nach deiner Auswahl richten.
  • Auswahlmöglichkeiten, die du hast. Wenn du ein bestehender Nutzer bist, kannst du wählen, deine WhatsApp-Account-Informationen nicht mit Facebook zu teilen, um deine Facebook-Werbung und Produkterlebnisse zu verbessern. Bestehende Nutzer, die unseren aktualisierten Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie zustimmen, haben weitere 30 Tage Zeit, diese Auswahl zu treffen, indem sie zu Einstellungen > Account gehen.

Führt ein Boykott zum Erfolg?

Auch wer nun wie ich unter Umständen auf die Barrikaden geht und sich – einmal mehr – über Facebook und seine Datengier aufregt, hat nur wenig Mittel und Wege sich dagegen zu wehren. Klar werden jetzt einige sagen, einfach Facebook und WhatsApp zu meiden und auf alternative Anwendungen ausweichen.
Doch war das Unternehmen ja nicht dumm und erst einmal 2 Jahre mit dieser Änderung der WhatsApp Nutzungsbedingungen abgewartet. Sprich, die schnell wachsende Kundschaft in Sicherheit gewiegt und nun wo „alle“ (eben auch Freunde und wichtige Personen mit denen man in Kontakt bleiben möchte) WhatsApp nutzen, hat man mal eben die Falle zuschnappen lassen. Unabhängig davon dass nur wenig Jugendliche für das Thema Datenschutz echtes Interesse zeigen.
Ein weiterer Nachteil ist, dass selbst wenn ihr beide Anwendungen boykottiert – Facebook hat eure Kontaktdaten trotzdem durch eure Freunde, Bekannte und Geschäftspartner. Denn dessen Kontaktliste hat Mark schon ausgelesen und gespeichert.

[Quelle: WhatsApp]

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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