Facebook Ranking-Faktor: Aufmerksamkeit

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Facebook

Millionen Menschen nutzen das soziale Netzwerk regelmäßig, um mit Freunden und Kollegen in Verbindung zu bleiben oder um einfach die neusten News zu konsumieren. Das Netzwerk erkennt schon heute, wie uns ein bestimmter Artikel gefällt, indem das Nutzerverhalten wie ein „like“ oder Kommentare aufgezeichnet und ausgewertet werden. Künftig wird eine Interaktion mit dem Inhalt jedoch nicht mehr nötig sein.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie von Reuters wird ersichtlich, dass soziale Medien mit dazu beitragen, dass klassische Online News sich im Prozess des Aussterbens befinden (zum Beitrag). Allen voran Facebook mit seinen über 1,4 Milliarden Nutzern ist ein gewichtiger Teil davon, was mit einer neuen Ankündigung der Entwickler des Netzwerkes in gewisser Weise untermauert wird. Denn für den Newsfeed wird demnächst ein neuer und genauerer Faktor für das Ranking eingeführt.

Facebook und der Ranking-Faktor

Facebook LiteBisher ist es so, dass man als Nutzer aktiv mit einem Artikel interagieren muss, damit diese News auch als interessant für den Facebook-Nutzer erkannt wird. Mit dem neuen nun vorgestellten Algorithmus soll sich das jedoch ändern und zwar dahingehend, dass die agierende Komponente weg fällt. Vielmehr wird die signifikant längere Zeit ausschlaggebend sein, die man auf einem Facebook-Beitrag verbringt als sonst.

Bisher sind vor allem „Gefällt mir“-Angaben, geteilte Inhalte und die Kommentare wichtig dafür, wie hoch ein Beitrag im Facebook-Ranking steht. Künftig wird also die reine Verweildauer mit hinzu kommen, auch wenn der Konzern zumindest vorerst keine signifikanten Veränderungen erwartet. Das liegt unter anderem daran, dass man zunächst anscheinend nur die Funktion des Algorithmus an sich testet und ihn zumindest noch nicht als einflussreichen Faktor in das tatsächliche Ranking einfließen lässt.

Die Nutzer wünschen es so

Der Grund für den neuen Ranking-Faktor ist eine Umfrage, welche Facebook vor einiger Zeit durchführte. Laut deren Ergebnis würde der Großteil der Nutzer auch länger auf einem interessanten Beitrag verweilen, ohne das sie mit diesem gleich interagieren. Gerade das Lesen von bisherigen Kommentaren sei ein solches Ereignis, bei welchem lediglich gescrollt, aber nicht geklickt und damit nicht interagiert werde. Genau das würde laut den beiden Entwicklern Ansha Yu und Sami Tas bei diesem neuen Algorithmus mit berücksichtigt:

„There are times when, for example, people want to see information about a serious current event, but don’t necessarily want to like or comment on it. Based on this finding, we are updating News Feed’s ranking to factor in a new signal—how much time you spend viewing a story in your News Feed.“

Auch wenn Facebook selbst davon ausgeht, dass der neue Algorithmus zunächst keinen großen Einfluss auf das Ranking hat, so lässt sich dennoch ein gewisser Trend erkennen. Verweilt der Nutzer länger auf interessanten Beiträgen, dann bietet das potentiell eine längere Werbe-Plattform. Insofern sollte man die Neuerung durchaus im Blick behalten, denn da könnte noch so einiges in dieser Richtung folgen.

[Quelle: Facebook | via t3n]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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