[Test] Samsung Galaxy K zoom – Kamera, Smartphone oder beides?

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Samsung Galaxy K zoom Test

Letztes Jahr versuchte sich Samsung erstmals daran ein Zwitter-Gerät aus Android Smartphone und Kompaktkamera zu schaffen, was besser bekannt ist als Samsung Galaxy S4 Zoom. Nun ist der Nachfolger namens Samsung Galaxy K zoom da und versucht erneut den Spagat, mit ungleich besserem Ergebnis wie unser Test des Zwitter-Gerätes zeigt.

Als Andy Rubin mit den Arbeiten an Android im Jahre 2003 begann, war es anfangs noch als Betriebssystem für smarte Kameras gedacht (zum Beitrag). Erst als Google 2005 das Unternehmen Andy Rubins aufkaufte wurde es zu dem Smartphone-Betriebssystem wie wir es heute kennen. 2012 versuchte sich Samsung auf die Ursprünge zu besinnen und brachte mit der Samsung Galaxy Camera zur IFA 2013 die erste Kompaktkamera mit Android auf den Markt (zum Beitrag). Anfang dieses Jahres wurde die nur wenig verbesserte Galaxy Camera 2 vorgestellt (zum Beitrag) und zwischendurch gab es mit der Samsung Galaxy NX sogar eine echte Profi-Kamera inklusive Android als Betriebssystem (zum Beitrag). Letztes Jahr folgte zum Unpacked Event 2013 Part 1 schließlich der erste Versuch das Smartphone mit einer Kompaktkamera zu verbinden: Das Samsung Galaxy S4 Zoom (zum Beitrag). Man kann also sagen, dass die Südkoreaner mittlerweile einiges an Erfahrung sammeln konnten was derartige Geräte betrifft und das merkt man der Samsung Galaxy K zoom auch an.

Samsung Galaxy K zoom Test

Technische Daten des Samsung Galaxy K zoom

Technische Daten

Prozessor

Samsung Exynos 5260 Hexa-Core mit 1,7 GHz + 1,3 GHz
GPU: ARM Mali T624

Betriebssystem

Android 4.4.2 KitKat mit TouchWiz

Interner Speicher

8 GB interner Speicher (via MicroSD-Card erweiterbar)

RAM

2 GB

Modellbezeichnung

SM-C115

Display

4,8 Zoll Super AMOLED, 1.280 x 720 Pixel

Anschlüsse

MicroUSB 2.0, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Proximity, Gyroskop, Licht

Abmessungen (HxBxT mm)

137,5 x 70,8 x 20,2 mm

Gewicht

200 Gramm

Gehäusematerial

Polycarbonat

Kamera

20,7 Megapixel Kamera mit Xenon-Blitzlicht,
2 Megapixel Frontkamera

Internet

GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.800/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (800/1.800/2.600 MHz) 150 Mbit/s + Dualband WLAN a/b/g/n

Bluetooth

4.0 HS BLE

Akkutyp

Li-Ion, Wechselbar

Kapazität

3,7 V/2.430 mAh

Gesprächszeit

12 Std.

Standby-Zeit

n/a

Netz

GSM 850/900/1800/1900,
UMTS 850/900/1900/2100 MHz,
LTE 800/900/1.800/2.600 MHz

Preis

UVP 519 Euro (aktuell ab 419,00 Euro (Electric Blue), Stand 21/09/14)
Besonderheit WiFi Direct, MHL, NFC, 10-fach optischer Zoom, Optischer Bildstabilisator, Xenon-Blitz

 

Zubehör

Samsung Galaxy K zoom Test

Das einem Smartphone beigelegte Zubehör könnte ein Hersteller dazu nutzen um sich von der Konkurrenz abzuheben, aber das macht das Samsung Galaxy K zoom schon selbst genug. Deswegen beschränkt sich Samsung auf das Übliche was man in einem Karton so vorfinden kann: Ein Netzteil mit USB-Anschluss, ein dazu passendes USB-Datenkabel, ein Kabelgebundenes Headset mit Ersatz-Aufsätzen für größere und kleinere Ohren sowie eine Schnellstart-Anleitung zu dem Smartphone. Weiteres Standardzubehör gibt es nicht für das Samsung Galaxy K zoom.

Der Karton des Gerätes selbst sticht wie für zahlreiche andere Samsung-Smartphones und auch –Tablets hervor. Ob es sich dabei wirklich um recyceltes Papier bzw. Karton handelt kann man nur vermuten, die Holzmaserung jedenfalls sieht auch im x-ten Aufguss nicht langweilig aus und macht optisch schon etwas her.

Verarbeitung

Eines fällt einem sofort auf wenn man das Samsung Galaxy K zoom in die Hand nimmt: Es ist groß, dick und schwer. Mit 200 Gramm Gewicht gehört das Smartphone alles andere als zu den Leichtgewichten aber das hat auch seine Gründe. Immerhin steckt in dem Zwitter waschechte Kamera-Technik mit optischen Zoom-Objektiv und das braucht nun mal halt Platz und ist entsprechend schwer. Dafür liegt das Gerät aber auch verdammt gut in der Hand, was nicht zuletzt an dem vergleichsweise stark abgerundeten Gehäuse liegt. Man kann das Samsung Galaxy K zoom regelrecht als Handschmeichler betiteln. Was aber der vielleicht größte Unterschied zum Vorgänger Samsung Galaxy S4 Zoom ist: Das neue Modell sieht deutlich mehr nach Smartphone aus anstatt nach Kamera. Das liegt vor allem daran das der Haltewulst des Vorgängers fehlt.

Dass es sich um ein Smartphone handelt und dann auch noch von Samsung ist spätestens an der Vorderseite zu erkennen. Das Design erinnert sofort an ein Samsung-Smartphone. Unterhalb des 4,8 Zoll großen Displays ist die physische und für Samsung so typische Home-Taste zu finden, flankiert auf der rechten Seite von einer kapazitiven Zurück-Taste und links von einer Taskmanager-Taste. Früher war bei Samsung-Smartphones an dieser Stelle die Menü-Taste, welche als Zweitbelegung per Gedrückthalten ausgelöst wird. Ansonsten sind nur noch die Frontkamera sowie ein Helligkeits- und Annäherungssensor rechterhand des Telefon-Lautsprechers untergebracht. Eine Status-LED fehlt dem Samsung Galaxy K zoom leider und das ist wirklich schade.

Auf der Unterseite des Smartphones ist ein Mikrofon untergebracht sowie die MicroUSB-Buchse zum Aufladen des Akkus und Datenaustausch für den internen Speicher. Dieser lässt sich mit einer MicroSD-Speicherkarte bis maximal 64 GB erweitern. Der Slot dazu ist auf der linken Gehäuse-Seite. Auf der Stirnseite des Smartphones befinden sich ein zweites Mikrofon und die 3,5mm Audio-Buchse für Headsets oder normale Kopfhörer. Die rechte Seite des Gehäuses ist mit weiteren Tasten gesäumt: Die Lautstärke-Wippe, eine Power-Taste und was es sonst nur bei Sony-Smartphones gibt: Eine zweistufige Kamera-Taste. Ist das Smartphone entsperrt kann man durch Gedrückthalten die Kamera-App sofort starten und mit dem Fotografieren loslegen. Aus dem Standby und Sperrbildschirm heraus funktioniert das aus Sicherheitsgründen nicht.

Letztere dient logischerweise als Auslöser für die rückseitige Kamera, welche mehr als nur deutlich auf der Rückseite prangt. Allerdings auch kein Wunder, schließlich besitzt sie wie schon erwähnt einen optischen Zoom und sowas lässt sich nun mal schwer verstecken. Der Lautsprecher des Samsung Galaxy K zoom sitzt übrigens dieses Mal nicht auf der unteren Hälfte der Rückseite sondern gegenüberliegend. Anstatt eines einfachen LED-Blitzlichtes verbaut Samsung jedoch einen Xenon-Blitz und das sorgt für signifikant bessere Bilder im Dunkeln.

Die Rückseite des Gerätes ist übrigens in derselben Optik gehalten wie die des Samsung Galaxy S5 (zum Test) und das bedeutet, dass sie sehr griffig ist durch eine leicht Leder-artige Oberfläche. Das kommt der Haptik zugute, aber dennoch merkt man dem Smartphone deutlich sein Kunststoff-Gehäuse an. Es ist gut aber nicht überragend. Man könnte es am besten mit „zweckmäßig“ umschreiben.

Display

Das Display ist gegenüber dem Vorgänger wie bei anderen Gerätefamilien auch gewachsen und misst nun 4,8 Zoll. Bei der Display-Technologie hat sich Samsung für ein hauseigenes Super-AMOLED-Panel entschieden, welches eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixel bietet. Kontraste, Schwarzwerte, Blickwinkel und Farben sind wie man es von AMOLED-Displays kennt sehr gut. Einzig die Farbwiedergabe könnte wieder für manchen zu kräftig und unnatürlich sein. Einzig die Helligkeit kann nicht ganz überzeugen, da diese vor allem im Freien zu niedrig ist.

Was man dem Samsung Galaxy K Zoom aber definitiv ankreiden kann: Die Display- Auflösung ist zum Betrachten der Aufnahmen vielleicht etwas zu gering, denn so kommt deren Qualität nicht mal annähernd auf dem Gerät selbst zur Geltung.

CPU & GPU

Samsung Galaxy K zoom TestDas Samsung Galaxy Note 3 Neo ist das erste Smartphone der Welt mit einem Hexa-Core Prozessor gewesen. Dieser sorgte für eine sehr gute Performance, weswegen derselbe Prozessor – es ist ein Samsung Exynos 5260 – auch im Samsung Galaxy K zoom zum Einsatz kommt. Insgesamt sind zwei Cortex A15 Kerne mit bis zu 1,7 GHz verbaut für leistungshungrige Apps wie Spiele und vier bis zu 1,3 GHz flotte Cortex A7 Kerne. Diese sind vor allem für den Standby-Betrieb zuständig sowie dem Leerlauf und für Apps die nicht viel Rechenleistung brauchen.

Das die Eigenentwicklung von Samsung sich sehen lassen kann beweist der AnTuTu 5 Benchmark: 36.581 Punkte sind nicht nur für den Alltag tauglich sondern können auch zum Spielen genutzt werden. Für diese Art von Apps vertraut Samsung auf eine ARM Mali T624 GPU, welche eine ordentliche Leistung abliefert. Aktuelle Spiele stellen zwar eine Herausforderung dar, aber eine die das Samsung Galaxy K zoom bewältigen kann und das auch mit durch den 2 GB große RAM.

Akku

Da das Samsung Galaxy K zoom mit 20 mm ein echter Brocken ist könnte man davon ausgehen, dass auch ein richtig dicker Akku im Gerät sitzt. Mit einer Kapazität von 2.430 mAh ist er das allerdings nur bedingt und hinterlässt fast schon einen zwiespältigen Eindruck. Rein als Smartphone genutzt kommt das Samsung Galaxy K zoom halbwegs gut durch den Tag, was für ein Mittelklasse-Smartphone schon ganz gut ist. Will man jedoch öfters mal fotografieren – dazu ist das Samsung Galaxy K zoom nun mal gedacht – und das auch noch mit Xenon-Blitz, dann ist schon nach wenigen Stunden die Akku-Warnmeldung zu sehen. Daher empfiehlt es sich bei diesem Kamera-Smartphone-Zwitter ernsthaft einen Zweit-Akku zuzulegen. Dank abnehmbarer Rückseite ist das zum Glück kein größeres Problem. Wer das Samsung Galaxy K zoom zum gelegentlichen Fotografieren nutzt könnte allerdings auch ohne Zweit-Akku zurechtkommen. Nur wäre man da mit einem anderen Smartphone besser beraten.

Konnektivität

Was die Verbindungsmöglichkeiten betrifft zeigt sich Samsung fast schon wie gewohnt großzügig. Nahezu alles was man sich so vorstellen kann ist vorhanden: WLAN, Bluetooth, GPS, LTE und selbst NFC lässt sich am Samsung Galaxy K zoom nutzen. Eigentlich muss man nur auf einen Infrarot-Port zum Steuern der heimischen Unterhaltungselektronik verzichten. Selbst LTE mit bis zu 150 Mbit/Sekunde für Downloads ist im Samsung Galaxy K zoom verbaut.

Das WLAN-Modul arbeitet mit den Standards a, b, g und n zusammen und das in den beiden Frequenzbereichen von 2,4 und 5 GHz. An mangelnder Geschwindigkeit des Smartphones selbst kann ein langsamer Download oder Foto-Upload somit eher nicht liegen. WiFi Direct unterstützt das Samsung Galaxy K zoom übrigens auch. Bluetooth ist wie bei nahezu allen halbwegs aktuellen Geräten im Standard 4.0 verbaut, womit sich auch Bluetooth-Zubehör wie beispielsweise die Samsung Gear 2 Neo nutzen lässt. Der nötige Samsung Gear Manager ist dafür bereits vorinstalliert.

Samsung Galaxy K zoom Test

Die Bildausgabe an einen externen Monitor oder Fernseher unterstützt das Gerät ebenfalls, allerdings nur über eine MHL-Schnittstelle und nicht per DLNA. Per NFC ist das Koppeln mit entsprechend ausgerüstetem Zubehör kinderleicht möglich und auch das Navigieren geht dank GPS inklusive dem russischen System GLONASS hervorragend. Satelliten findet das Samsung Galaxy K zoom erfreulich schnell.

Keine nennenswerte Blöße gibt sich das Modell übrigens bei Telefonaten. Sowohl der Gesprächspartner als auch man selbst sind sehr deutlich und klar zu verstehen. Kein scheppernder Klang, keine hohen und damit störenden Umgebungsgeräusche und eine ordentliche Lautstärke können sich wirklich sehen lassen.

Multimedia

Was ist an einem Kamera-Smartphone das Wichtigste? Genau: Die Kamera und hier klotzt Samsung anstatt nur zu kleckern. Ein 20,7 Megapixel auflösender Sensor, ein 10-fach optischer Zoom, Xenon-Blitz, ein optischer Bildstabilisator und ein eigener ISP (Image Signal Processing) Prozessor sollen für außergewöhnlich gute Fotos sorgen. Und kann die Kamera des Samsung Galaxy K zoom halten was das Datenblatt verspricht? Ja das kann es, zumindest für ein Android-Smartphone. Zwar kann sich das Samsung Galaxy K zoom nicht deutlich absetzen vom Durchschnitt oder von anderen Smartphones wie dem LG G3, Samsung Galaxy S5 oder einem Sony Xperia Z2, aber dafür bietet das K zoom einige Vorteile gegenüber genannten Modellen die nicht zu verachten sind.

Kein anderes Smartphone abgesehen vom Vorgänger Samsung Galaxy S4 Zoom kann mit einem optischen Zoom aufwarten, der auch noch einen optischen Bildstabilisator hat. Vor allem bei entfernten Motiven macht sich das bemerkbar und auch bei dunklen Lichtverhältnissen. Bei diesen spielt überhaupt das Blitzlicht seine Stärken voll aus, denn dabei handelt es sich um einen sehr kräftigen Xenon-Blitz. Dessen Helligkeit, Reichweite und vor allem Schnelligkeit – ein Xenon-Blitz ist bis zu dreimal schneller als ein LED-Blitz – sind ein echter Zugewinn für Smartphone-Fotografen. Allerdings wird auch mehr Strom benötigt, was sich wie zuvor beschrieben auf die Akkulaufzeit auswirkt.

Jedenfalls sind Farbdarstellung, Schärfe und Detailgrad der Fotos dem was man erwarten würde, vor allem bei gutem Tageslicht. Sobald das Lichtschlechter wird nimmt auch die Bildqualität ab, die aber dank des Xenon-Blitzes im Vergleich zu anderen Geräten sichtlich besser ausfällt. Die Blende von f/3.1 bis hin zu f/6.3 tut da ihr Übriges. Die volle (effektive) Auflösung von 20,2 Megapixeln des 1/2,3 Zoll großen Sensors stehen jedoch nur im 4:3 Bildformat zur Verfügung. Wer mit 16:9 fotografieren will muss sich mit maximal 15,1 Megapixel zufrieden geben oder mit 17,9 Megapixel bei einem Seitenverhältnis von 3:2. Wer das Beste aus den Fotos herausholen will sollte übrigens hin und wieder die Glasscheibe der Linse putzen, welche vor dem eigentlichen Objektiv zum Schutz angebracht ist.

Wie die Bildqualität mit unserem Standardtest ausfällt zeigt euch unser üblicher Vergleich mit der Sony Smart Shot QX10, einer Canon EOS 600D und dem Samsung Galaxy S5.

Übrigens gelingen auch Videos mit richtig guter Qualität und das mit 60 Frames pro Sekunde. Wahlweise kann man auch mit bis zu achtfacher Geschwindigkeit aufnehmen oder auch achtfach so langsam. Allerdings kommen die Optionen nicht an native Aufnahme-Modi mit 120 oder 240 Frames eines iPhone 6 heran, womit Slow-Motion-Aufnahmen noch besser und vor allem flüssiger aussehen. Was aber wirklich auffällt: Auch richtig schnelle Schwenks führen zu keinen Artefakt-Bildungen und Verzerrungen der Videoaufnahme. Verantwortlich dafür ist ebenfalls der optische Bildstabilisator und der optische Zoom tut sowieso seinen Teil beitragen. Da ein solches Testfoto natürlich wenig aussagt über eine solche Kamera, haben wir für euch ein Album mit weiteren Testaufnahmen in freier Natur.

Samsung Galaxy K zoom Foto-Galerie

Was jedoch wirklich umfangreich ausfällt ist die Kamera-App, eine der zentralen Punkte des Samsung Galaxy K zoom. Satte 27 verschiedene Aufnahme-Modi bietet das Smartphone, vom einfachen Automatik-Modus über Panorama, Selfie bis hin zu eher exotischeren Modi für Wasserfälle, Leuchtspuren, Feuerwerk oder gar Sonnenuntergang. Selbst ein manueller Modus ist mit dabei aber dieser enttäuscht von den Möglichkeiten und auch von der Bedienung her. Das wird ganz besonders mit einem Vergleich zur Oberfläche der ersten Samsung Galaxy Camera ersichtlich.

So gut die Kamera-Qualitäten des Samsung Galaxy K zoom auch sein mögen, in einer Sache hat Samsung definitiv an der falschen Stelle geknausert: Der interne Speicher ist nur 8 GB groß und davon sind gerade mal gute 4,5 GB für den Nutzer tatsächlich zur freien Verfügung. Das MicroSD-Karten mit bis zu 64 GB unterstützt werden ist da nur ein schwacher Trost, schließlich lassen sich nicht alle Apps auch wirklich auf eine Speicherkarte verschieben. Für ein Kamera-Smartphone ein wenig sehr mager.

Samsung Galaxy K zoom Test

Software

Da schon die Hardware nicht gerade schlecht ist, darf die Software dem nicht nachstehen und das tut sie auch. Das Samsung Galaxy K zoom ist mit dem fast aktuellen Android 4.4.2 KitKat ausgestattet, welches Samsung mit der gewohnten TouchWiz-Oberfläche erweitert. Diese ist an die Optik des Samsung Galaxy S5 angelehnt, kommt jedoch mit einer deutlich abgespeckten Auswahl an Funktionen des besagten Smartphones daher. Smart Stay, Smart Pause, Screen Mirroring und die richtig praktische Toolbox sind solche Funktionen die Samsung von seinem Flaggschiff-Smartphone übernommen hat. Ebenfalls mit dabei ist der Ultra-Energiesparmodus, der alle überflüssigen Funktionen wie Chat-Tools, NFC, Auto-Sync oder auch der S Finder zum Suchen von Dateien und Inhalten die lokal als auch online gespeichert sind.

Ansonsten zeigt sich das von Samsung her Bekannte in der Bedienung und in der optischen Aufmachung. Auf zusätzlich installierte Apps verzichtet Samsung übrigens auch bei seinem Samsung Galaxy K zoom nicht: Flipboard, Cewe Fotobuch, Box und Vine sind auf dem Smartphone-Kamera-Zwitter vorinstalliert und lassen sich bis auf Flipboard erfreulicherweise deinstallieren. Denn Flipboard selbst wird für den TouchWiz Launcher von Samsung benötigt. Die Seite links außen nennt sich My Magazine, wurde mit dem Samsung Galaxy Note 3 erstmals eingeführt und kann man bis zu einem gewissen Grad mit BlinkFeed von HTC vergleichen: Es lassen sich weder Twitter noch Facebook, der Kalender oder SMS-Nachrichten in den Feed integrieren. Lediglich RSS- und Foto-Feeds aus dem Katalog von Flipboard werden dargestellt.

So ganz kann sich Samsung aber nicht von eigenen Apps verabschieden, wobei diese mit dem Studio als auch Pro Suggest Market sogar einen gewissen Nutzen haben. Denn hinter der Studio-App verbirgt sich ein zentrales Interface zum bearbeiten von Fotos und Videos, die man mit dem Samsung Galaxy K zoom aufgenommen hat. Egal ob einfache Bildbearbeitung mit Effekten und Filtern oder das Anfertigen einer kleinen Collage: Die Studio-App ist der erste Anlaufpunkt. Und wer mehr aus seinen Fotos direkt aus der Kamera-App heraus holen will, der findet im Pro Suggest Market einige neue Filter, Effekte und Filmvorlagen. Diese werden direkt nach der Aufnahme eines Fotos oder Filmes automatisch vorgeschlagen. Übrigens kann man in den Einstellungen festlegen, dass im Sperrbildschirm ein Shortcut für die Kamera zu sehen sein soll. Ein kleines Detail was es sonst bei deutschen Samsung-Smartphones nicht gibt.

 

Fazit zum Samsung Galaxy K zoom

Was Samsung letztes Jahr mit dem Galaxy S4 Zoom eher schlecht als recht begonnen hatte, wird mit dem Samsung Galaxy K zoom deutlich verbessert: Die Symbiose aus Smartphone und Kompaktkamera. Auch wenn die Foto-Qualitäten mit denen einer Kompaktkamera der 200-Euro-Klasse mithalten können, ist das Smartphone nicht jedem zu empfehlen. Wer allerdings öfters Fotos macht, einen optischen Zoom gebrauchen könnte und am liebsten auf ein separates Smartphone verzichten würde, der findet im Samsung Galaxy K zoom die vielleicht ideale Lösung. Einzig das Nokia Lumia 1020 mit der PureView-Kamera und Carl-Zeiss-Objektiv kann da noch vorbeiziehen. Sofern man sich auf Windows Phone 8 einlassen will.

Die größten Kritikpunkte an dem Samsung-Zwitter sind letztlich die viel zu kurze Akku-Laufzeit – ein Zweit-Akku ist gerade für Fotowalks ratsam – der sehr magere interne Speicher, ein etwas zu dunkles Display im Freien und der fast schon enttäuschende Manuelle Modus der Kamera-App. Und vielleicht der für manche etwas hoch angesetzte Preis von 519 Euro UVP.

Wertung
Geschwindigkeit 4/5
Display 4/5
Funktionalität 4/5
Verarbeitung 5/5
Preis 4/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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