Amazon-Mitarbeiter sichten Material der Cloud-Cam aus dem Schlafzimmer lieber persönlich

Wie Bloomberg nun berichtet, werden nicht nur die Sprachinhalte der Amazon-Echo-Geräte von Mitarbeitern ausgewertet, sondern auch die Inhalte der mit der Amazon Cloud-Cam aufgezeichnetes Video-Material. Und das teilweise in sehr privaten Situationen. Alles ganz legal und freiwillig, wie das Unternehmen nun kontert. Ehemalige Angestellte bezweifeln dies jedoch.

Und wieder ein Skandal bei Amazon! Diesmal ist es jedoch nicht der Tatbestand, dass Amazon-Mitarbeiter die Sprachnachrichten der Alexa-Assistentin zur Verbesserung auswerten. Vielmehr haben die Angestellten nun auch das Video-Material der Cloud-Cam Sicherheitskamera für sich entdeckt. Dabei mit unter auch sehr intimes Material, dass nicht Halt vor Aktivitäten im Schlafzimmer macht. Laut Bloomberg wertet ein Amazon-Mitarbeiter rund 150 Videoaufnahmen pro Tag aus, die in etwa 20 bis 30 Sekunden lang sind. In den AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) behält sich der Online-Händler das Recht vor, Bilder, Audio und Video, die von Geräten aufgenommen wurden, zu verarbeiten.

Amazon-Mitarbeiter bezweifeln die Löschung der Cloud-Cam-Videos

Amazon gibt bekannt das nur Material gesichtet werden würde, dass die Cloud-Cam-Besitzer zur Fehlerbehebung einreichen oder von Mitarbeiter-Testern stammt. Die Auswertung findet zur Verbesserung der künstlichen Intelligenz statt, die zur Aktivierung der Sicherheitskamera verwendet wird. Sollten sich darunter Sex-Szenen befinden, werden diese umgehend als Videos mit „unangemessenen Inhalt“ deklariert und anschließend gelöscht.

Ehemalige Amazon-Mitarbeiter bezweifeln jedoch solches Vorgehen. Vielmehr werden sogenannte „Sex-Tapes“ unter Mitarbeitern weitergereicht. Betroffen sind bis dato nur Aufnahmen aus Indien und Rumänien. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die 120 US-Dollar teure Cloud-Cam noch  nicht erhältlich.

Quelle: Bloomberg | via Golem

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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