Google Stadia: Wird der Game-Streaming-Dienst kostenlos?

Google hat auf der GDC 2019 in San Francisco erfolgreich seinen den Game-Streaming-Dienst Stadia präsentiert. Ein der wichtigsten Fragen hat das Unternehmen jedoch unbeantwortet gelassen: Wie finanziert sich Stadia? Eine für Google nicht unerwartete Offerte wäre ein kostenloser Dienst.

 

Google wird noch in diesem Jahr seinen Cloud-Gaming-Dienst Stadia ans Netz bringen. Egal ob Notebook, Smartphone, Tablet oder Fernseher (mit Chromecast) – habt ihr eine schnelle Internetverbindung, könnt ihr mit dem Stamia- oder jedem Konsolen-Controller Triple-A-Spiele zocken online zocken. Keine warten auf Installation oder Updates – binnen 5 Sekunden mitten im Spiel und das in 4K-Auflösung und 60 Frames per Second (später 8K und 120 fps). Das gab vergangene Woche Phil Harrison, Google Vize-Präsident auf der Games Developer Conference bekannt.

Google Stadia auf allen Plattformen

Das benötigt eine über den Globus gut verteilte Netzwerkstruktur, die soviel Grafik-Power unterstützt. Laut Google wird das Unternehmen 2019 rund 13 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Wie wird die Alphabet-Tochter das finanzieren?

Die drei Finanzierungs-Modelle für Google Stadia

Experten und Analysten bieten drei Möglichkeiten:

  1. Ein Abonnenten-Modell ähnlich Google Play Music. Monatlich werden 9,99 für ein Einzelnutzer- oder 14,99 Euro für ein Familien-Abo fällig.
  2. Verkauf und Vermietung wie bei Google Play Filme. Je nach Bedarf kann der Nutzer sich ein Spiel dauerhaft kaufen oder kostenpflichtig für einen Monat leihen.
  3. Kostenlos! Google generiert sich die Einnahmen durch Werbung. Auch auf dem Gebiet ist Mountain View bestens vernetzt und kann auf einen großen Erfahrungsschatz zurück greifen.

Patrick Moorhead, Analyst von Moor Insights & Strategy schätzt die Gratis-Variante als problematisch ein. In einem Interview mit Business Insider antwortet er auf die Frage des Finanzierungs-Modells von Stadia:

In einer für Google perfekten Welt wäre dies ein auf Anzeigen basierendes Modell, da das Unternehmen bei den kostenpflichtigen Diensten bis dato nicht so erfolgreich ist. Die Realität ist jedoch, dass es Jahrzehnte dauern würde, um das Gameplay und die Inhalte für dieses Modell zu optimieren.

Ob es jedoch tatsächlich Spielunterbrechungen oder andere Varianten der In-Game-Werbung sein müssen, ist fraglich. Spiele wie Fortnite Battle Royale und Apex Legends von Electronic Arts zeigen aktuell ein weiteres erfolgreiches Modell der Finanzierung. Bei einem „Free-to-play-Spiel“ kann der Gamer ohne Einschränkungen am gesamten Spiel teilnehmen, bezahlt aber freiwillig für Add-ons wie Kleidung, Tanzmoves und weitere Utensilien wie Spitzhacke oder Gleiter seines Charakters.

Gerade für einen Game-Streaming-Dienst wie Google Stadia, der sich neu auf dem Markt etablieren möchte und geringe Eintrittsbarrieren durch die offene Wahl der Plattform bietet, meiner Meinung nach das beste Modell. Ich persönlich sehe nur geringe Erfolgschancen für Google Stadia, bei einem Abonnenten-Modell.

Und ihr? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare. 

[Quelle: Business Insider]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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