Oppo Find X5 im Test: Ist teuer auch immer besser?

Der MWC 2022 hat seine Türen für dieses Jahr geschlossen und auch Oppo hat die Gelegenheit genutzt seine Oppo Find X5 Series zu präsentieren. Dieses Jahr legte das BBK-Tochterunternehmen erneut eine Schippe drauf was die Preise der Flaggschiffklasse anbelangen. So haben wir uns bei 1.300 Euro gegen den Test des Pro-Modells entschieden und werden uns entsprechend das Basismodell vornehmen. Das bleibt zumindest unter der magischen 1.000 Euro-Grenze und bietet das gleiche Kamera-Setup auf der Rückseite.

 

Der neue OnePlus Mutterkonzern Oppo scheint ein neues Konzept zu fahren. Will man doch wohl augenscheinlich die Tochter Realme als „preiswerte“ Marke und OnePlus im mittleren Preissegment etablieren. So bleibt für Oppo nur noch die Premiumklasse, was man auch bei Preisen bis zu 1.300 Euro für ein Oppo Find X5 Pro eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Auch vergangenes Jahr hatte man mit dem Oppo Find X3 Pro (das X4 wurde aus Glaubensgründen übersprungen) und einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.149 Euro schon einen satten Preis aufgerufen. Doch dieses Jahr will man nach wie vor als in Deutschland unbekanntes Unternehmen noch einmal einen phatten Aufschlag. Ob der Schuss am Ende nach hinten losgeht?

Oppo Find X3 Pro im Test: Mehr Schein als Sein?

Nachfragen bei den Mobilfunkbetreibern bestätigen unsere Vermutung, dass dies nicht der Weg ist um sich hierzulande zu etablieren. Da hat es Xiaomi schon deutlich besser gemacht und mit (seinerzeit) preiswerten Modellen für Aufmerksamkeit gesorgt und mehr oder weniger die komplette Huawei-Kundschaft übernommen.

Sei es drum – die Qualität der Oppo-Smartphones war von jeher überragend, sodass wir uns zumindest dem Oppo Find X5 für 999 Euro einmal annehmen wollten. Denn die neue Hasselblad-Kamera mit MariSilicon X Imaging NPU sollte es schon sein. Hier also unser ausführliche Testbericht, welcher wie immer mit einem Video beim Erstkontakt startet: Dem Unboxing.

Design und Verarbeitung

Wir testen das Oppo Find X5

Das Oppo Find X5 kam in der Farbe Schwarz in die GO2mobile-Redaktion, was mit seinem matten Design allen Anschein nach gegen Fingerabdrücke ausreichend geschützt ist. Es gibt das Device auch noch in Weiß. Unerwartet das es dennoch einen recht rutschigen Eindruck in der Hand vermittelt. Der Grund könnte darin liegen, das als Material Glas angegeben wird. Das gilt gemein hin als hochwertiger, was bei einem Preis von knapp 1.000 Euro auch erwartet werden kann.

Wie schon bei seinem Vorgänger unterscheidet sich das Kamera-Array maßgeblich von der Konkurrenz. Es gibt keine scharfe Kanten. Die Einheit ist praktisch homogen aus dem Gehäuse gewachsen. Das wertet die allgemeine Haptik noch einmal zusätzlich auf. Auf der rechten Seite befindet sich der Power- und Standby-Button fast schon mittig im wertigen Aluminiumrahmen positioniert. Die Erreichbarkeit ist also auch für kleine Hände gewährleistet. Gleiches gilt für die beiden Lautstärketasten auf der linke Seite.

Das 160,3 x 72,6 x 8,7 Millimeter große Oppo Find X5 verfügt über Stereo-Lautsprecher dessen Sound-Qualitäten ich zumindest, was die maximale Lautstärke anbelangt, als überdurchschnittlich bezeichnen würde. Vielleicht ein wenig Höhen lastig. Dafür das der linke (im Quermodus) Lautsprecher auch als Telefon-Lautsprecher verwendet wird, ist dieser zumindest nicht leiser als der Rechte (Untere), wie es sonst fast immer der Fall ist.

Das Find X5 Pro verfügt über eine IP67-Zertifizierung. Das uns vorliegende Find X5 weist jedoch nur ein IP54-Zertifikat aus, was im Grunde nur Schutz gegen Spritzwasser bietet. Weswegen sich derartige Unterschiede bei einem nahezu identischen Gehäuse bieten, erschließt sich uns nicht. Das Display ist nach allen vier Seiten leicht abgerundet, was dem Nutzer den Eindruck noch dünnerer Ränder vermittelt, als das Smartphone ohnehin schon aufweist.

Display

Wir testen das Oppo Find X5

Im Detail verbaut die BBK-Tochter ein 6,55 Zoll großes LTPS-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixel (FHD+) bei 402 ppi. Auch hier gibt es eine maximale Bildwiederholrate von 120 Hertz. Die Touch-Abtastrate wird mit 240 Hertz angegeben. Geschützt wird das „1 Billion Colour Bionic Display“ durch ein Corning Gorilla Glass der siebten Generation (Victus).

Das Display macht trotz eine maximalen Helligkeit von 500 nits einen sehr guten Eindruck. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollen auch 800 nits möglich sein. Strahlt ein Spot nur Teilbereiche des Displays an, nennt Oppo 1.000 mögliche nits. Der DCI-P3 Farbraum wird komplett dargestellt und bietet eine natürliche Wiedergabe. Kontrast und Blickwinkelstabilität konnten überzeugen.

Wir testen das Oppo Find X5

Prozessor und Speicher

Nein – das Find X5 ist nicht mit einem Snapdragon 8 Gen 1 Octa-Core-Prozessor wie sein Pro-Kollege ausgestattet. Stattdessen ist es ein Snapdragon 888 SoC (System on a Chip) geworden. Der Flaggschiff-Prozessor der vergangenen Generation. Ist das ein Problem? Im Alltag mit Sicherheit nicht. Auch Performance anspruchsvolle Games können mit maximalen Einstellungen ohne Probleme gespielt werden.

Wir testen das Oppo Find X5

Der 888 hat sich zum Release einen eher schlechten Ruf erarbeitet, da er schnell zu Hitzeentwicklungen neigte. Logisch das jenes Phänomen auch bei uns getestet werden musste. Und soviel ist sicher, mit maximalen 44 Grad spürt man die Arbeit des im 5 Nanometer Prozess (5LPE mit EUV) gefertigten SoCs schon. Eine Beeinträchtigung der Leistung, wie beispielsweise durch mögliche Framedrops konnten wir jedoch nicht feststellen. Es hat für uns den Anschein, als habe Oppo dem Hitzkopf von Hause aus ein wenig die Flügel gestutzt. Der Anwender bekommt davon nichts mit, jedoch stellt sich mir dann die Frage, warum immer schnellere Prozessoren auf dem Markt erscheinen, wenn sie aufgrund ihrer Hitzeentfaltung künstlich eingebremst werden müssen.

Speicher

Das Oppo Find X5 gibt es ausschließlich mit 8 GB LPDDR5 RAM mit 3.200 MHz und 256 GB UFS 3.1 internen Programmspeicher. Das sollte in den meisten Fällen komplett ausreichend sein. Schlussendlich lässt der Konzern aber auch keine Wahl. Eine optionale Erweiterung via microSD-Karte steht nicht zur Verfügung und andere Speicheralternativen stehen ebenfalls beim Kauf nicht zur Verfügung. Da kommen wir wieder zurück auf die 1.000 Euro. In diesem Zusammenhang unbefriedigend.

Kamera des Oppo Find X5

Oppo partizipiert von der bestehenden Partnerschaft des hinzugewonnenem OnePlus-Unternehmens. Die Rede ist von dem schwedischen Kamera-Experten Hasselblad mit dem nun Oppo ebenfalls wirbt. Was von einer solchen plakativen Kooperation zu erwarten ist, lassen wir angesichts der Tatsache das Hasselblad seit 2017 mehrheitlich dem chinesischen Drohnen-Hersteller DJI gehört unkommentiert.

Fakt ist das uns das Unternehmen bereits beim Find X3 Pro restlos von seinen Kamera-Qualitäten begeistern konnte. Dieses Jahr verbaut der Konzern noch eine zusätzliche „MariSilicon X“ NPU (Neural Processing Unit), welche als Eigenentwicklung vorgestellt wurde. Genau genommen handelt es sich dabei um ein im 6 Nanometer Prozess gefertigtes Konvolut aus besagter NPU, einem ISP (Image Signal Processor) und einem Multi-Tier-Speichersystem. Hauptsächliche Vorteile werden in der 20bit RAW-Entwicklung in Echtzeit und einer stark optimierten Nachtfotografie, sowie 4K Ultra-Nacht-Videoaufzeichnung erwartet. Klar das wir uns diesem Thema etwas intensiver bei unseren Testfotos beschäftigt haben.

Oppo MariSilicon X NPU

Technische Daten der Hauptkamera

Die harten Fakten sind ein Setup, welches mit dem Find X5 Pro identisch ist. Außer dass dort bei dem 50 Megapixel auflösenden IMX766 Bildsensor von Sony die 6 Linsen mit einem Sichtfeld von 84 Grad nur eine Blende von f/1.8, anstelle der f/1,7 des Pro bieten sollen. Das ist aber auch unterschiedlich zu lesen, also eher zu vernachlässigen. Der 1/1,56 Zoll große Sensor bekommt eine optische Stabilisierung, PDAF (Phasen Detektion Auto Fokus) und eine äquivalente Brennweite von 24 Millimeter.

Und da sich auf einem Bein schlecht stehen lässt, gibt es den identischen IMX766-Sensor mit genannten 50 Megapixel als Ultra-Weitwinkelkamera gleich noch einmal. Wobei ich als Korinthenkacker mal anmerken muss, das ich ein maximales Sichtfeld von 100,3 Grad nicht ein „Ultra“-Titel verleihen würde. Seine äquivalente Brennweite beträgt dank 7 Linsen 15 Millimeter.

Geschmeidige Hauptkamera des Oppo Find X5

Zu guter Letzt gibt es eine 13-Megapixel-Kombination aus Tele- und Makro-Kamera. Diese wird durch einen 1/3,4 Zoll großen ISOCELL S5K3M5 Bildsensor von Samsung realisiert. Das Sichtfeld beträgt bei einer maximalen äquivalenten Brennweite von 52 Millimeter, 45 Grad. Hiermit sind 2-fache optische Vergrößerungen – also ohne Verlust – 5-facher Hybrid und 20-facher digitaler Zoom möglich. Zu erwähnen wäre in dem Zusammenhang noch, dass wir im Basismodel mit einem 2-Achsen-Stabilisator und im Pro mit 5-Achsen ausgestattet sind. Es wird also bei maximaler Vergrößerung ein Stativ empfohlen.

Frontkamera

Punch-Hole-Frontkamera des Oppo Find X5

Auf dem Datenblatt lassen sich die beiden Frontkameras der X5 und X5 Pro kaum unterscheiden. Beide besitzen eine links oben im Display positionierte 32-Megapixel-Punch-Hole-Kamera. Verantwortlich zeichnet sich hier ein 1/2,74 Zoll großer IMX615 Bildsensor von Sony. Seine äquivalente Brennweite wird mit 25 Millimetern angegeben und die maximale Blende beträgt typische f/2.4. Die verbauten 5 Linsen ermöglichen ein Sichtfeld von 81 Grad.

Im Pro ist hingegen ein Sony IMX709-Sensor mit RGBW-Subpixeln verbaut, der bei einer Erkennung von einer Gruppe sein Sichtfeld automatisch von 81 auf 91 Grad umstellen kann. Influencer, für die der Selfie-Modus essentiell ist, sollten unter Umständen zum Find X5 Pro greifen. Alle anderen dürften auch mit den maximalen 81 Grad klar kommen.

Tagesaufnahmen

Tagesaufnahmen beherrscht im Grunde so ziemlich jede Smartphone-Kamera so halbwegs gut. Grund ist das ausreichende Licht welches der jeweilige Sensor erhält. Und so verwundert es auch nicht, dass hier das Oppo Find X5 beste Werte abliefert. Zugegeben waren die Wetterbedingungen nicht die Besten. Grauer Himmel und keine Sonne in Sicht. Das konnten wir zumindest heute bei drei schnellen Selfie-Schüssen kurz vor Release des Tests verhindern. Dennoch – was die Bilder hergeben war auch so. Zumindest der rote Ferrari konnte ein wenig Farbe in das graue Einerlei geben. Die Aufnahmen bestechen mit einem hohen Dynamikumfang, guten Kontrast und einer realistischen Farbwiedergabe.

Weitwinkelaufnahmen

Vom Weitwinkel sind wir tatsächlich ein wenig enttäuscht. Gerade bei den Bildern mit vielen Farben wird deutlich, dass die Optik im Weitwinkel (obwohl es der gleiche Sensor ist) die Farben deutlich dynamischer darstellt. Vermutlich handelt es sich hier nur um eine Kalibrierung, die softwareseitig vorgenommen werden kann und auch sollte.

Nacht-Aufnahmen

So Leute – jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Hält der „MariSilicon X“-Prozessor was er verspricht oder ist es nur ein Marketing-Gimmick? Also ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber mein Urteil steht fest: Das sind die besten Nachtaufnahmen die ich mit einer Smartphone-Kamera je gemacht habe. Gerade an dem Beispiel des Bahnhof Alexanderplatz (Bild 3), wo wirklich viel zu tun ist auf dem Foto, einfach nur genial. Egal ob nah ob fern, alles schön scharf. Selbst das Hotel im Hintergrund.

Zoom-Aufnahme

Die Zoom-Aufnahmen haben mich im Grunde am meisten überrascht. Ich kann mich an kein Smartphone erinnern, bei dem die Ergebnisse im maximalen (digitalen) Zoom zu gebrauchen waren. Beim Oppo Find X5 ist das anders.

Makro-Aufnahmen

Das Oppo Find X5 besitzt keinen separaten Makro-Modus. Das stört ein wenig. Das Smartphone entscheidet also im normalen Foto-Modus selbst ob ihr nun eine Nahaufnahme macht oder nicht. Das möchte ich aber gern selbst bestimmen, um gegebenenfalls auch noch ein bisschen mit der Vergrößerung nachzuarbeiten. Das wird aber so verhindert. Ist also ein wenig dem Glück überlassen ob die Aufnahmen was werden oder nicht. Entscheidet selbst.

Kamera-Fazit

Es bleibt dabei: die Kameras der Oppo-Flaggschiffe liefern hervorragende Fotos. Ich hatte noch kein Honor Magic4 in der Ultimate Edition in der Hand – btw auch kein Huawei P50 Pro. Doch für mich ist das Oppo Find X5 der neue Maßstab auf dem Sektor. Das Erfreuliche ist, dass die BBK-Tochter bei der rückseitigen Hauptkamera zwischen dem X5 und X5 Pro keinen Unterschied macht. Bei der Frontkamera schon.

Tagesaufnahmen gelingen mehr oder weniger bei jedem Hersteller. Zoomaufnahmen dagegen so gut wie nie. Gleiches gilt bei Nachtaufnahmen wo der Imagesensor um jedes noch so geringe Quentchen Licht bettelt. Im Vergleich zur allgemeinen Smartphone-Konkurrenz kann sich Oppo hier glasklar abheben. Es ist dem Unternehmen gelungen eine ausgewogene Kamera-Symbiose aus Tages-, Zoom- und Nachtaufnahmen zu finden.

Akku

Oppo stattet das Find X5 mit einem 4.800 mAh starken Akku aus. Das ist definitiv über dem allgemeinen Durchschnitt. Das bestätigt sich auch in seiner sehr guten Laufzeit mit einer vollen Ladung. Im Dauerbetrieb überlebt das Smartphone satte 12 Stunden. Die geringere Display-Auflösung gegenüber dem Pro-Modell könnte mitunter auch ein Grund dafür sein.

Ebenfalls einen Pluspunkt wert, das mitgelieferte SuperVOOC-Netzteil mit einer Leistung von 80 Watt. Dies ist in der Lage das Android-Smartphone in einer 3/4 Stunde komplett aufzuladen. Ein kurzer Ladeschub während des morgentlichen Bad-Rituals bringt euch also locker über den Tag.

SuperVOOC beim Oppo Find X5

Zusätzlich bietet das Oppo Find X5 auch kabelloses Laden durch „AirVOOC“ mit 30 Watt. Auch hier muss Oppo eine Berechtigung zum 1.300 Euro teuren Pro-Modell aufbauen, das mit 50 Watt ohne Kabel laden kann. Auch das Laden von anderen Smartphones Rücken an Rücken ist mit bis zu 10 Watt kabellos möglich.

Sicherheit und Software

Das Oppo Find X5 lässt sich mit der Gesichtserfassung via Frontkamera und einem Fingerabdruck-Sensor unter dem Display entsperren. Beide sind sehr zuverlässig. Wirklich schnell geht es jedoch nur via Kamera. Das Entsperren mit dem Finger dauert mir persönlich ein wenig zu lange. Das habe ich bei anderen Smartphones schon schneller erlebt.

Oppo liefert das Smartphone mit Android 12 und einem Google Sicherheitspatch vom 5. Februar. Also top aktuell. Sehr gut. Der Konzern liefert seine hauseigene Benutzeroberfläche ColorOS in der Version 12.1 aus. Die gefällt von mal zu mal besser. Kein Wunder, werden mit Sicherheit die Erkenntnisse von OxygenOS (OnePlus) mit einfließen.

Personalisierungen wie Systemfarben, Icons, Fonts, Hintergrundbilder und Always-On-Styles sind ohne Probleme möglich. Auch kleine Gimmicks wie das frei positionierbare seitliche Zusatzmenü für Tools und Apps gefallen.

Oppo kommt trotz einem meiner Meinung nach recht sportlichen Preis, nicht ohne eine Subventionierung von zusätzlichen Anwendungen aus. Dazu würde ich unter anderem die Online-Händler AliExpress und Amazon zählen. Auch Booking.com und Joom hätte es meiner Meinung nach nicht zwingend auf dem Find X5 gebraucht. Bei Facebook, TikTok und LinkedIn kann man noch geteilter Meinung sein, bei Netflix – auch wenn ich selbst Abonnement bin – eher nicht. Alle Anwendungen lassen sich natürlich deinstallieren. Also Kritik auf hohem Niveau, was man ja bei 1.000 Euro ruhig mal äußern kann.

Pro und Contra

Pro

  • Gutes dynamisches Display
  • Überraschend lauter Stereo-Sound
  • Sehr gute Akkuwerte
  • Außergewöhnliches Design
  • Sehr gute Kamera-Ergebnisse

Contra

  • Keine IP67-Zertifizierung wie das Pro
  • Keine Speicheroptionen bei fehlenden SD-Slot
  • Auch hier wird der SoC warm
  • Etwas zu „flutschig“
  • Mit 1.000 Euro und der Bloatware einfach zu teuer

Das Fazit des Oppo Find X5

https://tvthek.orf.at/live/AD-Formel-1-Grosser-Preis-von-Bahrain-2022/14163967Es ist im Grunde bei jedem Oppo Find X-Modell das Gleiche. Die Verarbeitung und Design absolute Spitzenklasse. Ebenso das verbaute Display, welches ich aus dem Hause Samsung vermute. Ebenfalls ohne Fehl und Tadel der verbaute Akku und die entsprechenden Lademöglichkeiten.

Absolute Spitzenklasse wieder Mal die Hauptkamera. Hier mausert sich der Konzern in unseren Augen nach und nach zum neuen Maßstab. Das hatte auch schon das von uns getestete Oppo Find N Foldable unter Beweis gestellt.

Oppo Find X5 im Test

Der Flaggschiff-Prozessor aus der letzten Saison ist komplett zu verkraften. Schwachpunkt ist und bleibt nach wie vor der viel zu hohe Preis der angesichts vorinstallierter Bloatware, keine Speicherauswahl beim Kauf oder wenigstens einer Erweiterungsoption via microSD-Karte und einer deutlich geringeren IP54 gegenüber dem Pro-Modell einfach unakzeptabel ist. Zumindest solang das Unternehmen und seine überragenden Kamer-Qualitäten niemand in Deutschland kennt. Das machen die Oppo-Töchter OnePlus und Realme deutlich besser.

Test des Oppo Find X5
  • 8.9/10
    Hardware - 8.9/10
  • 8.9/10
    Verarbeitung - 8.9/10
  • 7.9/10
    Software - 7.9/10
  • 9.1/10
    Performance - 9.1/10
  • 9.6/10
    Kamera - 9.6/10
  • 9.1/10
    Akku - 9.1/10
  • 8.8/10
    Preis/Leistung - 8.8/10
8.9/10

Kurzfassung

Was soll ich schreiben: Natürlich ist das Oppo Find X5 ein tolles Smartphone. Display, Prozessor, Akkuleistung, Verarbeitung und Haptik hervorragend. Die Hauptkamera konnte auf ganzer Linie überzeugen und hat das Zeug in Zukunft als neuer Benchmark herhalten.

Doch Oppo versaut es mal wieder mit einem viel zu teuren Preis. Dann auch noch keine Speicheroptionen beim Kauf oder Erweiterung durch microSD möglich. Auch subventioniert sich das Unternehmen bei 1.000 Euro UVP noch durch Bloatware und einer geringeren IP-Zertifizierung als beim baugleichen Pro-Modell. Schade – ich würde so gern meine 100%ige Empfehlung geben. Bei 699 Euro hättet ihr mich sofort!

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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