Apple ändert Richtlinien für Reklamationen von Apps

Wer neue Apps oder Musik im iTunes Store von Apple kauft, der kann bei einem Fehlkauf auch die Funktion zur Reklamationen von Inhalten nutzen. Dabei wird dem Nutzer das Recht gewährt Apps, Musik oder andere digitale Inhalte zurückzugeben und den Kaufpreis erstattet zu bekommen. Allerdings wird das künftig deutlich eingeschränkter.

Denn Apple hat die Richtlinien für die Reklamationen digitaler Inhalte angepasst. War es bisher möglich eine reklamierte App beispielsweise weiter zu nutzen und Updates zu installieren, ist genau das ab sofort nicht mehr möglich. Auch die erneute Installation ist nach einer Reklamation nicht mehr möglich. Es wird nur noch eine entsprechende Warnung angezeigt, die über die fehlende Möglichkeit eines Updates oder der Installation informiert.

App Reklamation

Apple verschärft Regeln für eine Reklamation

Grundsätzlich ist diese neue Regelung zu begrüßen, denn auf diese Weise wird der Missbrauch der Kulanz-Regelung kräftig eingedämmt. hatte man bisher eine App, Musik oder dergleichen reklamiert, konnte man das jeweilige Medium auch weiterhin nutzen und sogar aktualisieren. Einen kleinen Haken gibt es dann allerdings trotzdem: Will man die App, das Album, eBook oder was auch immer später doch noch kaufen und behalten, so ist genau das nicht mehr möglich. Die Sperre der Apple ID bei einer Reklamation ist mit den neuen Richtlinien von Dauer.

Warum Apple mittlerweile so rigoros durchgreift hat der Konzern wie üblich nicht kommuniziert. Vermutlich wird das System in der letzten zeit einfach zu häufig genutzt von einzelnen Nutzern, sodass sich der Konzern und Betreiber der iTunes-Plattform zu diesem etwas drastischen Schritt entschieden hat.

Aber auch die Interessen der Entwickler dürfte Apple auf diese Weise besser vertreten. Schließlich verdient ein Entwickler bei einer Reklamation seiner App, ein Künstler mit einem zurückgegebenen Album oder ein Autor mit einem reklamierten eBook nichts. Und da solche Personen nun mal sehr wichtig sind für Apple, passt der Konzern kurzerhand die Regeln für eine Reklamation an.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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