5G-Netzausbau: Aufatmen bei Huawei

Hinter verschlossenen Türen hat sich die Regierung nach Beratung mit den drei großen Netzbetreibern und Sicherheitsexperten, für eine Beteiligung von Huawei an dem geplanten 5G-Netzausbau entschieden. Ganz so einfach will es die Bundeskanzlerin dem chinesischen Hersteller am Ende dann aber auch nicht machen.

Für Huawei scheint es nun doch noch ein gutes Ende zu nehmen, was den 5G-Netzausbau in Deutschland anbelangt. Zuletzt sah es weniger rosig aus, nachdem sich die Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone und O2 Telefónica auf einen Ausschluss vorbereitet haben. Auch die EU-Kommission erwägt die Vergabe des 5G-Auftrages an den finnischen Hersteller Nokia. Bundeskanzlerin Merkel erwägte während ihres Japan-Besuches, auf anraten der Telekom hin, die Sicherheitsanforderungen anzuheben.

Dem Rat scheinen nun Kanzleramtschef Helge Braun und die Ministerien für Äußeres, Inneres, Wirtschaft, Finanzen und Infrastruktur gefolgt zu sein. Wie es laut Handelsblatt aktuell heißt, wird ein durch die Bundesnetzagentur und dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Zertifizierungsregeln sowie ein Sicherheitskatalog erstellt. Ob Huawei sich jedoch diesen noch fertigzustellenden Auflagen anschließen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt ungeklärt.

5G-Netzausbau zum Sparpreis

Die deutsche Regierung sah sich vor der schwierigen Entscheidung, die generellen Wirtschaftsbeziehungen mit China zu gefährden und auf einen preiswerten als auch innovativen Spezialisten für den 5G-Netzausbau zu verzichten. Dabei sprach die Regierung nicht per se das nötige Vertrauen gegenüber Huawei aus. Vielmehr bereitet der deutschen Regierung die allgemeine politische Situation in China Sorge, die in möglichen Krisen- oder Kriegssituationen einen sogenannten „Kill Switch“ befehlen könnte. Deutschland wäre unter aktuellen Umständen von der einen Minute zur anderen, ohne jegliche Mobilfunkverbindung.

Branchenvertreter der drei großen Provider halten einen aktuellen „Kill Switch“ jedoch für ausgeschlossen. Zur Stunde haben die Mobilfunkbetreiber, laut eigenen Aussagen, die volle Verantwortung und Kontrolle über das deutsche Netz.

[Quelle: Handelsblatt]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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