Die Oppo-Tochter Realme bezeichnet sich selbst gern als die „am schnellsten wachsende Smartphone-Marke der Welt“. Ich persönlich denke da steht Xiaomi noch im Wege, doch mit dem Realme GT hat das Unternehmen nun heute (15. Juni 2021) auch in Deutschland eine echte Duftmarke gesetzt, von der sich auch die chinesische Konkurrenz nicht so schnell erholen dürfte. Denn das Android-Smartphone dürfte mit seinem verbauten Snapdragon 888 Octa-Core-Prozessor zumindest preislich gesehen, ein echter Schnapper sein. Ob es auch den geschichtsträchtigen Titel „Flaggschiff-Killer“ zu Recht tragen darf, soll der nun folgende ausführliche Test herausfinden.
Realme ist einer der vielen Tochter-Unternehmen des BBK-Dachverbandes, zu dem OnePlus, Oppo und auch Vivo einmal gehört hat. Ursprünglich als preiswertes Sublabel von Oppo etabliert, spricht man sich inzwischen als eigenständiges und schnell wachsenden Unternehmen aus.
Das Realme GT ist nicht das erste Smartphone der Marke, welches wir bei uns in der GO2mobile-Redaktion testen durften. Auch das Realme 6 Pro (zum Test) als Mittelklasse- und das Realme X50 Pro (zum Test) als Flaggschiff-Smartphone waren bereits vorstellig. Bei dem Realme GT handelt es sich jedoch um ein sehr besonderes Device, da es aktuell das preiswerteste Smartphone mit einem verbauten Snapdragon 888 Octa-Core-Prozessor am deutschen Markt ist.

Der globale Start ist heute am 15. Juni 2021 in den Farben Dashing Blue, Dashing Silver und Racing Yellow in zwei Speicheroptionen. Einmal mit 8 GB RAM und 128 GB internen Programmspeicher zum Preis von 399 Euro (Early Bird) und satte 12 GB Arbeitsspeicher, gepaart mit 256 GB Speicher für 499 Euro (Early Bird). Die finalen Preise scheinen nach unseren Erkenntnissen dann bei 449, beziehungsweise 599 Euro liegen. Wir durften die „kleinere“ Variante in Gelb und schicker „veganer“ Leder-Rückseite schon einige Wochen im Vorfeld testen.
Design und Verarbeitung
Wer den einen oder anderen Smartphone-Test von mir schon gelesen hat, weiß wie wichtig mir persönlich das Design des Gerätes ist. Schließlich liegt es fast immer in meiner Nähe oder ist sogar in meinen Händen in der Benutzung. Von daher bekommen Smartphones mit einem außergewöhnlichen Optik-Effekt automatisch Pluspunkte. Logisch dass dieses Kriterium nicht für alle gleichermaßen eine große Rolle spielen. Gerade wenn man sein Smartphone durch ein Case, Bumper oder Tasche schützt.
Aber – das 158,5 x 73,3 x 9,1 Millimeter große und 186 Gramm schwere Realme GT ist zumindest in der Racing Yellow-Variante (um die ich explizit gebeten habe) ein solches Modell. Auf der Rückseite ein gelbes „veganes“ Leder (früher sagte man wohl Kunstleder) und einen schwarzen vertikal ausgerichteten Glasstreifen, der optisch das Kamera-Array bis zur Unterseite verlängert. Realme selbst fühlt sich an den typischen „GT-Rennstreifen“ aus der Automobilbranche inspiriert.

Der Grip ist nicht zuletzt durch die Materialwahl hervorragend. Das dürfte bei den beiden farblichen Varianten mit Glas-Rückseite vermutlich nicht der Fall sein. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Keine scharfen Kanten und die beiden Lautstärketasten auf der linken Seite und der gelb markierte Power- und Standby-Button auf der rechten Seite sind optimal positioniert und bieten einen sicheren Druckpunkt. Der SIM-Tray für zwei Nano-SIM-Karten befindet sich ebenfalls auf der linken Seite. Keine Option zur Speichererweiterung durch microSD-Karte.

Die Oberseite ist wie die Unterseite plan verarbeitet und bietet lediglich eine Öffnung für ein Mikrofon, welches bei Telefonaten Außengeräusche aufnimmt und rausrechnet. Unten hingegen gibt es von rechts nach links eine 3,5 Millimeter große Audio-Klinkenbuchse, was heutzutage auch nicht mehr so der Standard ist, ein weiteres Mikrofon, ein USB-Typ-C-Port und vier Öffnungen für den lauteren der beiden Stereo-Lautsprecher. Der andere befindet sich direkt über dem Display, welches für viele vermutlich erfreulicherweise nahezu plan gestaltet ist.
Display
Realme verbaut ein 6,43 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixel (FHD+). Die Bildwiederholrate beträgt auf Wunsch bis zu 120 Hertz und die Touch-Abtastrate 360 Hertz. Wer sich aufgrund des minimal höheren Stromverbrauchs nicht auf permanente 120 Hertz festlegen will, jedoch bei 60 Hertz ebenfalls ein ungutes Gefühl hat, entscheidet sich für den Automatik-Modus, welcher für die jeweilige Anwendung die beste Bildwiederholrate wählt.
Aufgrund des planen Displays wirken die Ränder optisch ein wenig breiter, hat aber den Vorteil das Fehleingaben und Bruchgefahr bei einem Sturz minimiert werden. Ich stehe eher auf kurviges Glas und nehmen das Handicap in Kauf. Das ist aber Geschmackssache. Ob Realme ein besonderes Schutzglas, wie beispielsweise Corning Gorilla Glass Victus über das Display verbaut ist ein Geheimnis. Der Hersteller erteilt darüber keine Auskünfte. Ich persönlich würde das aber aufgrund der Beschaffenheit vermuten.

Der Bildschirm des Realme GT ist minimal kleiner gegenüber dem was die restliche Flaggschiffklasse so bietet. Dadurch kommt es auf eine recht stattliche Dichte von 410 ppi (pixel per inch). Auch die maximale Helligkeit von 1.020 nits reichen bei einer Nutzung unter direktem Sonnenlicht zur Nutzung des Smartphones komplett aus. Auch die Farbdynamik und Kontrasttiefe weiß zu gefallen. Lediglich bei der Blickwinkelstabilität muss das Panel des Realme GT ein paar Abstriche machen.
Aufgrund der AMOLED-Technologie gibt es auch hier das Always-On-Display auf dem Sperrbildschirm wenn gewünscht. Die Auswahl an vorgefertigten Themes ist ähnlich umfangreich, wie bei Xiaomis MIUI. Was mir besonders gefallen hat ist die mir bislang nur von CyanogenMod – später dann auch auf OxygenOS von OnePlus – verfügbare Option, das Display mit einen Doppel-Tab ein- und auszuschalten.
Prozessor und Speicher
Auch im Realme GT ist der Snapdragon 888 Octa-Core-Prozessor verbaut, der bis auf Weiteres das Maß aller Dinge ist. Leistungstechnische ist dieser SoC (System on a Chip) über jeden Zweifel erhaben. Der Nutzer wird beim spielen unabhängig des Genre keine Probleme bekommen. Bei den täglichen Arbeiten wie, Emails, Chatten und im Internet Surfen schon gar nicht.

Da in unserem Smartphone mit knapp 9 Millimeter (ohne Leder 8,4 mm) nicht zwingend dick geformt ist und unseren Informationen zufolge auch über keinen Hardwarelüfter wie das Nubia RedMagic 6 (zum Test) verfügt, bleibt die Frage nach einer ungewünschten Erhitzung des Kollegen unter Stress. In unserem Test gab es haptisch keine Probleme, was aber auch an der Leder-Rückseite liegen könnte. Die FLIR-Kamera unseres CAT S62 Pro (zum Test) kam zu keinem Zeitpunkt über eine Temperatur von 40,6 Grad Celsius. Das ist im Vergleich zum Xiaomi Mi 11, welches bis zu 50 Grad Celsius erreichte, komplett vertretbar.


Speichertechnisch bietet Realme gleich zwei Optionen. Da eine Erweiterung via microSD-Karte nicht besteht, sollte die Wahl vor dem Kauf gut durchdacht sein. Angesichts des doch heftigen Preisunterschied von 100 Euro – was ja im Grunde mit Blick zur Konkurrenz auch nicht wirklich teuer ist – fällt es mir schwer eine Empfehlung für die maximalen 12 GB LPDDR5 RAM und 256 GB UFS 3.1 NAND-Speicher auszusprechen. Vermutlich kommen die meisten von uns auch mit 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB internen Programmspeicher klar. Zumal die Qualität, sowie die Lese- und Schreib-Geschwindigkeit identisch sind.
Kamera des Realme GT
Die Hardware
Wie immer am Anfang die harten Fakten. Realme hat sich bei dem Kamera-Setup für eine vertikal angeordnete Triple-Kamera entschieden. Verbaut sind ein 64 Megapixel auflösender Sony IMX682, welcher eine maximale Blende von f/1.8 erlaubt. Die äquivalente Brennweite beträgt 26 Millimeter bei einer Sensorfläche von 1/1.73 Zoll und einer Pixelgröße von 0,80 Mikrometer. Die Primärkamera arbeitet mit einem 4:1 Pixel-Binning, was am Ende zu einem 16-Megapixel-Resultat führt. Scharfe Fotos gibt es durch einen Phase Detection Auto Fokus (PDAF).

Vervollständigt wird das Trio durch eine 8-Megapixel Ultra-Weitwinkel-Kamera mit einem maximalen Sichtfeld von 119 Grad, einer Blende von f/2.3 und einer äquivalenten Brennweite von 16 Millimeter und einem 2-Megapixel-Makro-Sensor mit einer typischen Blende von f/2.4.
Frontkamera
Selfies werden bei dem Realme GT durch eine links oben positionierte Punch-Hole-Kamera übernommen, welche mit einer Auflösung von 16-Megapixeln überzeugen möchte. Die Blende von nur f/2.5 deutet aber schon darauf hin, dass Selbstverliebte für eine ausreichende Beleuchtung sorgen sollten. Auch hier zur Vervollständigung die äquivalente Brennweite von 26 Millimeter, was im Grunde schon einem Weitwinkel-Objektiv gleich kommt.

Bei Aufnahmen mit der Frontkamera ist unbedingt auf den automatisch aktivierten „Beauty-Mode“ zu achten. Im asiatischen Raum ist man sehr empfänglich für derartige Spielereien. Ich war beim erste Foto von meinem eigenen Antlitz erschrocken. Ansonsten finden die Selfies durchaus Gefallen, kommen aber nicht zuletzt aufgrund der geringen Blendenöffnung mit direkten Gegenlicht nicht wirklich klar. Für das was man damit machen soll, reicht die Kamera jedoch komplett aus.
Tagesaufnahmen
Auf dem Smartphone sehen die gemachten Tagesaufnahmen toll aus und wecken in dem Künstler die Gefühle eine echte Flaggschiff-Kamera in den Händen zu halten. Starke Dynamik, viele Details und auch der Kontrast wirkt satt. Ähnlich wie die Farben. Fast schon zu satt. Denn ein Blick auf die Fotos am großen PC-Monitor und in der Vergrößerung zeigen hier eine leichte Differenz zu den via Software „aufpolierten“ Farben und derer wie sie tatsächlich vorhanden sind (siehe Blumenbilder).
Zugegeben, auch ich bin empfänglich für das „aufpimpen“ der Ergebnisse. Aber – sie entsprechen eben nicht der Realität. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Das ausschalten des AI-Modus verringert schon ein wenig den Effekt. Aber auch das Realme GT ermöglicht RAR-Aufnahmen im Pro-Modus. Wer also selbst den Farbgehalt bestimmen will, findet auch hier einen Weg.
Aufnahmen in das direkte Sonnenlicht gelingen erstaunlich gut und zaubern auch noch einen schicken Effekt auf das Foto (siehe Aufnahme durch die Baumkronen in die Sonne).
Weitwinkel-Aufnahmen
Für Weitwinkel-Aufnahmen ist im Realme GT die 8-Megapixel-Kamera verantwortlich. Und entgegen unseren ersten Vermutungen bieten die Aufnahmen des erweiterten Blickfelds eine durchaus hohe Detailtreue. Unter der geringen Auflösung leidet am Ende aber doch die Farbintensität und der Kontrast. Der Himmel wirkt leicht verwaschen.
Das was bei „normalen“ Tagesaufnahmen zu viel ist, fehlt hier. Eben die Farben. Soll bedeuten beide Aufnahmen im direkten Vergleich haben farblich nichts mit einander zu tun.
Zoom-Aufnahmen
Das Realme GT ermöglicht dem Nutzer eine 10-fache Vergrößerung. Klar wird hier digital nachgeholfen und kann – wie im übrigen auch bei den besten Smartphone-Kameras – getrost vernachlässigt werden. Soll heißen das Ergebnis ist nicht ganz so Dolle und dient primär der Spionage als einer Dokumentation.
Zweifache Vergrößerungen bieten ein sehr gutes Ergebnis, mit gewissen Abstrichen kann auch ein Foto mit 5-facher-Vergrößerung in das Cloud-Album geklebt werden.
Makro-Aufnahmen
Bei Makro-Aufnahmen habe ich viel Kritik gelesen. Manch ein Tester wollte die 2-Megapixel gleich komplett vom Smartphone verbannt wissen. Ganz so weit würde ich nun nicht gehen. Logisch – auch hier ackert die künstliche Intelligenz in der Farbpalette was das Zeug hält. Und vielleicht ist mein Urteil auch weniger vernichtend, da mir das tatsächlich auch gefällt.
Auch hier ein von mir gern gewähltes Motiv, die aktuell prächtig blühenden Blumen auf meiner Terrasse. Lang lebe das Home Office! Zugegeben, nicht beim ersten „Touch“ wird das Motiv gewünscht scharf, aber irgendwann gelingt auch hier eine schöne Aufnahme, oder?
Nacht-Aufnahmen
Logisch gibt es bei der Kamera des Realme GT auch die Kategorie der Nacht-Aufnahmen. Zum einen im AI- oder Pro-Modus. Warum erwähne ich den kleinen unten links (unten rechts im Landscape) positionierten Button? Logisch – weil im AI-Modus die künstliche Aufhellung schon ein wenig zum schmunzeln einlädt. Bei der Aufnahme der Straße war der Himmel nahezu Schwarz. Auf dem Foto sieht es jedoch aus, als hätte ich eine Tagesaufnahme mit feinsten blauen Himmel gemacht.
Für Freunde des Realismus bedeutet das die Einstellung Pro innerhalb des Nacht-Modi.
Kamera-Fazit
Im Großen und Ganzen muss man an dieser Stelle schon festhalten, dass es sich entgegen den bisher getesteten Komponenten nicht um eine Flaggschiff typische Kamera handelt. Es muss einfach konsterniert werden, dass sich die 64-Megapixel-Kamera nicht auf dem Niveau einer Huawei Mate 40 Pro oder dem Oppo Find X3 Pro (zum Test) bewegt. Und ich muss sagen: ich bin fast ein bisschen erleichtert. Denn irgendwo musste doch der günstige Preis seine Spuren hinterlassen.

Versteht mich nicht verkehrt, die Fotos mit dem Realme GT sind immer noch im oberen Mittelfeld positioniert. Und wer sich ein wenig mit den Einstellungen beschäftigt, wird auch tolle Ergebnisse mit der Triple-Kamera zaubern. Doch erwartet nicht die gleichen Ergebnisse wie mit einer Kamera des Samsung Galaxy S21 Ultra.
Akku des Realme GT
Das Realme GT hat einen Akku mit einer Gesamtkapazität von 4.500 mAh verbaut. Selbst mit aktivierten Always-On-Display und einer durchschnittlichen Nutzung sind durchaus zwei Tage ohne Steckdose drin. Interessanterweise haben die unterschiedlichen Einstellungen der Bildwiederholrate nicht wirklich einen Einfluss auf unseren Verbrauch. Entweder ist die Automatik weniger gut als vermutet oder der Unterschied von 60 zu 120 Hertz ist nicht so eklatant wie angenommen. In unserem Fall pro Tag in etwa 17 Prozent Akku. Auf diese Ersparnis würde ich zugunsten des flüssigeren Bild auf jeden Fall immer verzichten.

Entgegen manch anderer Tradition gibt es beim Realme GT ein 65-Watt-„SuperDart“-Netzteil dazu. In unserem Fall freundlicherweise von der deutschen Agentur dazu gepackt, da unser Device lang vor dem globalen Start in der GO2mobile-Redaktion landete und von daher mit einem chinesischen Netzteil ausgestattet wurde (siehe Unboxing-Video).
Sicherheit und Software
Auch das Realme GT lässt sich mit einem Fingerabdrucksensor unter dem Display und einem 2D-Gesichtsscan via Frontkamera entsperren. Beides funktioniert erfreulich zuverlässig und schnell. Gerade der Fingerprint-Scanner macht einen besonders guten Eindruck. Hier scheint auf jeden Fall eine neuere Generation verbaut zu sein.

Als Betriebssystem kommt die hauseigene Realme UI in der Version 2.0 zum Einsatz. Alles auf Basis von Android 11. Zum Zeitpunkt des Tests war das Google-Sicherheitsupdate auf dem Stand vom 5. März 2021. Software-Updates standen keine an. Das sollte man vielleicht im Auge behalten, andere Hersteller sind da ein wenig mehr auf Zack.
Wirklich unangenehm ist uns allerdings die vorinstallierte Bloatware aufgefallen, die zusätzlich zu dem bereits umfänglichen Konvolut an Google Anwendungen mit Agoda, Booking.com, Facebook, Hey Fun, HeyTap Cloud, LinkedIn, Netflix, Soloop und WPS-Office vorhanden ist. Zugegeben, die ein oder andere App findet wahrscheinlich auch auf eurem Smartphone Einzug, doch die Entscheidung sollte man meiner Meinung nach dem Kunden überlassen. Uns ist natürlich bewusst, dass dies ein Eingeständnis an den günstigen Preis ist, der sich auf diese Art bis zu einem gewissen Maß subventioniert.

Belegt waren von den 128 GB Telefonspeicher, knapp 23 GB. Eine Deinstallation ist aber zum größten Teil möglich. Hier muss aber noch einmal im Detail geschaut werden, ob sich unsere frühe Version von dem globalen Device unterscheidet. Die Deutsche Sprache stand zumindest zur Auswahl, was eindeutig für ein globale ROM spricht.
Auch hier wieder ein besonderer Pluspunkt, die am Rand frei positionierbare Seitenleiste, welche mit der Bestückung individueller Tools und Anwendungen die Einhandbedienung erheblich vereinfacht.
Pro und Contra
Pro
- günstigste Snapdragon 888-Smartphone
- sehr gutes „non Curve“-Display
- sehr gute Haptik (Racing Yellow)
- kompaktes Format mit schicker Optik
- 3,5 mm Klinkenanschluss
Contra
- Triple-Kamera nicht Flaggschiff-Niveau
- keine Speichererweiterung
- zu viel Bloatware
- Early Bird Lockangebot
Das Fazit des Realme GT
Das Realme GT bietet mit seiner technischen Ausstattung und seiner optischen Raffinesse nicht nur echte Premium-Qualität, sondern es ist mit seinem Preis von 399 Euro (Early Bird) auch noch unverschämt preiswert. Genauer betrachtet, zum jetzigen Zeitpunkt das preiswerteste Smartphone mit einem verbauten Snapdragon 888 SoC (System on a Chip) am Markt.

Zugegeben handelt es sich bei dem auf 2 Tage begrenzten Angebot um einen kleinen Bauerntrick, denn der finale Preis kann sich je nach Ausstattung bis zu 599 Euro hochschaukeln. Ist am Ende für die genannte Ausstattung (Snapdragon888/12/256 GB) aber immer noch extrem preiswert. Die Leistung der 64-Megapixel Triple-Kamera ist bei Leibe nicht auf dem Premium-Niveau von Leica oder Hasselblad, doch deutlich über der Mittelklasse. Dennoch der Vermerk, wer ein Kamera-Smartphone sucht, sollte vom Realme GT Abstand nehmen.
Wer aber hingegen in Sachen Performance, Display und Optik gern zu einem Flaggschiff greifen würde, der Geldbeutel das aber aktuell nicht her gibt, der kann ruhigen Gewissens zum Realme GT greifen und wird dabei auch im Alltag nicht enttäuscht. Denn in diesem Preisgefüge ist das Android-Smartphone in Deutschland konkurrenzlos. Was im Grunde auch unsere Eingangsfrage beantwortet: Ja – das Realme GT ist ein waschechter Flaggschiff-Killer!
Test Realme GT
-
Hardware - 9.1/10
9.1/10
-
Verarbeitung - 8.7/10
8.7/10
-
Software - 8.2/10
8.2/10
-
Performance - 9.6/10
9.6/10
-
Kamera - 7.4/10
7.4/10
-
Akku - 9.1/10
9.1/10
-
Preis/Leistung - 9.8/10
9.8/10
Kurzfassung
Es gibt wieder einen echten Flaggschiff-Killer wie ihn einst OnePlus geboten hatte. Nur kommt dieser im Jahre 2021 von Realme. Zwar ist der extrem günstige Early Bird Preis nur für 2 Tage gültig, aber auch danach bleibt es im Verhältnis zur Konkurrenz günstig.
Abstriche muss das Realme GT lediglich bei der Triple-Kamera machen, die sich nach unserem Empfinden im oberen Mittelfeld platziert.
Der Rest ist wahrlich einem Flaggschiff würdig.




















Kai
Was genau habt ihr denn da getestet? Das Realme GT wird mit bewussten Falschangaben des Herstellers verkauft und dass es eben keinen 4500 mAh, sondern nur einen 3550 mAh Akku verbaut hat, zeigt einem jede entsprechende App! Herstellerangaben nutzen, aber selbst nicht zu prüfen, machen euren Test einfach mal absolut unglaubwürdig.