Google Pixel 6a künstlich klein gehalten?

Das Google Pixel 6a ist seit Anfang des Monats August im Google Store für 459 Euro erhältlich. Dabei macht das „preiswerte“ Smartphone einen recht überzeugenden Eindruck. Der gleiche Tensor-Prozessor mit Titan M2-Sicherheits-Coprozessor wie seine großen Brüder das Pixel 6 und 6 Pro, aber in Sachen Kamera, maximalen Speicher und dem Display ein paar Einschnitte. Doch allen Anschein nach wurde beispielsweise die Bildwiederholrate künstlich auf 60 Hertz reduziert. Ein aufgetauchter MOD liefert jetzt ebenfalls 90 Hertz für das OLED-Panel – wenn gewünscht.

 

Google Pixel 6a

Nachdem vergangene Woche der Nothing-CEO Carl Pei bekannt gegeben hat, dass der 6,55 Zoll große AMOLED-Bildschirm seines Nothing Phone (1) nur softwareseitig auf 700 Nits Helligkeit reduziert wurde, fragt man sich doch was uns die Hersteller unter Umständen noch so vorenthalten. Pei behauptet die vormals beworbenen 1.200 Nits wurden deswegen gecancelt, da so deutlich mehr Energie gespart werden kann. Klingt schlüssig.

 

Mountain View drosselt das Panel des Google Pixel 6a

Jetzt wurde bekannt, dass auch Mountain View bei seiner jüngsten Neuvorstellung – dem Google Pixel 6a sich ein wenig zugunsten des geringeren Stromverbrauches entschieden hat. Nicht bei der maximalen Helligkeit, sondern vielmehr bei der Bildwiederholrate. Anstelle der 60 Bilder pro Sekunde hat nun der Modder Nathan (@TheLunarixus) stolze 90 Bilder pro Sekunde aktiviert. Das erzeugt eine deutlich smoothere Darstellung.

Google Pixel 6a mit 90 Hertz

Achtung! Nicht zur Nachahmung geeignet

Wie Nathan gegenüber The Verge in einem Interview äußert, war der Weg dahin ein wenig steinig. Erst einmal musste das Google Pixel 6a in den Entwicklermodus gebracht werden (Debugging-Modus). Dann das Entsperren des Bootloaders und das Installieren eines Android 13 Beta-ROM. Dann konnte auch schon in den erweiterten Einstellungen die 90 Hertz eingestellt werden. Für unerfahrene Nutzer ist das aber keine Empfehlung. Es gab schon einige Freiwillige die darüber berichten, dass die Modifikation zeitweilig zu Darstellungsproblemen geführt hatte. Es ist die Rede von einem Grünstich.

Suchte man Gründe die den günstigen Preis rechtfertigen?

Nun – nachdem klar ist, das aufgrund nahezu baugleichen Displays zum 6 und 6a von Samsung auch das Google Pixel 6a mit 90 Hertz betrieben werden kann, bringt Mountain View vielleicht ein entsprechendes OTA-Update (Over The Air). Es sei denn man hat sich auch aus anderen Gründen dafür entschieden. Denn unterm Strich sind die Unterschiede zum Google Pixel 6 sehr marginal. Und irgendwie muss man ja die nicht ganz unerhebliche Preisdifferenz argumentieren.

[Quelle: Nathan | via The Verge]

[Video] Google Pixel 6a im Fast Unboxing

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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