Motorola Edge 30 Pro im Test: Ist das Erste auch das Beste?

Das Motorola Edge 30 Pro ist uns hierzulande nur als Moto Edge X30 bekannt, wo es bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres in China (und auch nur dort) präsentiert und auch schon verkauft wurde. Damit hatte man Xiaomi einen kleinen Denkzettel verpasst. Denn auch den Snapdragon 8 Gen 1 wollte Xiaomi-Gründer Lei Jun gern als erstes in der Xiaomi 12 Series präsentieren. Wir wollen nun in unserem Test herausfinden, in wie weit sich der gewonnene Wettstreit auch in der Qualität des Smartphones bewährt.

 

Wenn man es ganz genau nimmt, ist es für uns nicht das erste Testgerät mit einem verbauten Snapdragon 8 Gen 1. Das Xiaomi 12 Pro war da in der GO2mobile-Redaktion ein wenig schneller. Allerdings handelt es sich da um einen China-Import, der in unserem Review auch zu einigen Abzügen führte (zum Test). Das Motorola Edge 30 Pro ist dahingegen das erste in Deutschland vorgestellte Smartphone mit besagten SoC (System on a Chip).

Und den ersten Drops den ihr zu lutschen habt ist, dass der am vergangenen Wochenende von Jungredakteur Nils Ahrensmeier noch kolportierte Preis von 500 Euro mal sogar nicht stimmte. Also nicht mal annähernd. So liegt die unverbindliche Preisempfehlung – an die sich wohl erst einmal alle Händler halten werden – bei 799 Euro. Dafür ist es dann aber auch die 12/256 GB Version und nicht wie zuvor aus unterschiedlichen Quellen zu hören war 8/128 GB Variante. Dies ist vorab auch die einzige Variante für Deutschland. Ebenfalls schmerzlich, ohne Case und Pen, wie es einige Länder direkt im Bundle verkaufen. Hier wurde uns aber versichert, dass es den Stylus und das Folio ab Mitte März bei uns als Zubehör geben wird. Ein Preis ist noch nicht bekannt.

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Review des Motorola Edge 30 Pro aka Moto Edge X30, dass wir schon zwei Wochen im Vorfeld testen konnten. Tradition hat bei uns natürlich, dass das Flaggschiff-Smartphone zuerst einmal vor laufender Kamera ausgepackt wird. Schnell, hart und informativ.

Design und Verarbeitung

Das Motorola Edge 30 Pro ist mit 163 x 75,9 x 8,79 Millimetern nicht sonderlich größer als die anderen Flaggschiffe, welche uns in der nahen Vergangenheit über den Weg gelaufen sind. Doch eines wird gleich beim Erstkontakt deutlich: die auf der rechten Seite positionierten Tasten für die Lautstärke, der Power- und Standby-Taste sind deutlich zu hoch positioniert. Das macht sich gerade dahingehend negativ bemerkbar, dass der seitliche Fingerabdrucksensor so nur schwierig erreicht werden kann.

Motorola Edge 30 Pro im Review

Das Basismaterial ist Polycarbonat, was auch den Rahmen beinhaltet, der bei vielen Herstellern aus Aluminium gefertigt ist. Das reduziert das Gesamtgewicht auf erfreuliche 196 Gramm. Das Edge 30 Pro erscheint in Deutschland in den Farben Cosmos Blue und StarDust White. Laut Karton haben wir die „blaue“ Variante, die nach meinem Empfinden im Licht eher Tendenzen zu Grün aufweist. Schick ist es allemal und auch relativ schmerzfrei was die berühmten Fingerabdrücke anbelangt. Zusätzlich gibt es eine IP52-Zertifierung, welche euch Schutz vor Staub und gegen Tropfwasser gewährt.

Ein Satz noch zu den verbauten Stereo-Lautsprecher, die Motorola mit Dolby Atmos bewirbt. Keine Ahnung was die Smartphone-Industrie unter „Dolby Atmos“ versteht, mit Raumklang hat das aber mal rein gar nichts zu tun. Da im Quermodus der linke Lautsprecher derselbe ist mit dem telefoniert wird, ist er natürlich deutlich schwächer als der nach unten abstrahlende Speaker. Sagen wir es so, Party-Stimmung kommt da keine auf.

Motorola Edge 30 Pro im Review

Display

Gleich vorweg – das Max Vision Display ist nahezu plan verarbeitet. Ein Fakt der viele Leser positiv stimmen wird, da seitlich abgerundete Panels sich nicht größter Beliebtheit erfreuen. Hierbei handelt es sich um ein 6,7 Zoll großes pOLED-Display im 20:9 Seitenverhältnis und einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixel (FHD+). Die maximale Bildwiederholrate beträgt satte 144 Hertz, was aktuell so eher im Gamingbereich der Android-Smartphones zu finden ist. Bei der Abtastrate überrascht uns der Hersteller mit unterschiedlichen Werten. So sind es mit dem Finger bis zu 360 Hertz und mit dem Stylus 240 Hertz. Aha – es gibt also auch einen Stift. In manchen Ländern soll der sogar gleich mit dem passenden Case für Pen und Smartphone direkt ausgeliefert werden. Bei uns in Deutschland leider nicht. Ob dieser separat erhältlich sein wird, konnte man uns zum Zeitpunkt des Tests nicht sagen.

Motorola Edge 30 Pro im Review

Die Bildschirmauflösung lässt sich nicht manuell verstellen, die Aktualisierungsrate sehr wohl. Hier stehen dem Nutzer jedoch nur 60 oder die vollen 144 Hertz zur Auswahl. Da scheint wohl die beste Option zu sein, der KI die Entscheidung der optimalen Rate mit „Automatisch“ zu überlassen. Die maximale Helligkeit ist als sehr gut zu beurteilen, wenngleich echte Sonnenstrahlen aktuell Mangelware sind. Auch die Farbintensität, der Kontrast, Schwartzwert und Blickwickelstabilität wissen zu gefallen. Der Rand ist dezent und bringt eine Screen-to-body-Ratio von 88,5 Prozent.

Motorola Edge 30 Pro im Review

Prozessor und Speicher

Wir sind bei der Kategorie angelangt, die sagen wir mal das Motorola Edge 30 Pro praktisch über Nacht berühmt gemacht hat. Denn anders als noch auf der Qualcomm Tech Sumit am 1. Dezember angekündigt, sollte nicht das Xiaomi 12 Pro (zum Test) das erste Smartphone mit dem Snapdragon 8 Gen 1 werden. Vielmehr hat die ehemalige Google-Tochter bereits am 9. Dezember 2021 das Smartphone im Lenovo-Heimatland China als Moto Edge X30 präsentiert. Ungewöhnlich: Den Fakt findet man nirgendwo in dem Smartphone dokumentiert. Auch unter den Hardware-Einstellungen kein Wort über einen Snapdragon 8 Gen 1 SoC (System on a Chip).

Bis der MediaTek Dimensity 9000 in einem Smartphone auf dem Markt erscheint, der schnellste im 4 Nanometer Prozess gefertigte Octa-Core-SoC. Er bietet einen ARM Cortex-X2 mit maximale 2,995 GHz. Hierbei handelt es sich um den schnellsten Core der immer dann zum Einsatz kommt, wenn ordentlich Performance benötigt wird. Zur Unterstützung auf diesem Sektor gibt es noch drei Cortex A78-Kerne. Diese bieten eine maximale Taktrate von 2,5 GHz. Um den Stromverbrauch gering zu halten gibt es noch vier weitere Cortex A55 Cores die auf 1,8 GHz getaktet sind.

Grafisch steht dem Qualcomm-Prozessor eine Adreno 730 GPU zur Seite. Sie soll laut Hersteller eine Leistungssteigerung von 20 Prozent zum 888 abliefern. Nicht dem Snapdragon 888 Plus wohlbemerkt. Doch exakt auf dem Gebiet scheint der sonst leistungsschwächere Exynos 2200 von Samsung sich hervorzutun. Er wirbt mit einer speziellen „Xclipse-GPU“ auf Basis der AMD RDNA 2-Architektur.

In einem AnTuTu-Benchmarktest lieferte das Motorola Edge 30 Pro 983.128 Punkte. Das OnePlus 9 Pro (zum Langzeittest) mit seinem Snapdragon 888 lieferte da zum Vergleich 698.425 Punkte. Das Xiaomi 12 Pro lieferte 1.011.911 Punkte und knackte die Million. Vielleicht ein Grund, warum in unserem Test der Prozessor das Xiaomi-Smartphone hin und wieder zu einem hitzebedingten Neustart einlud. Im Geekbench 5 waren es 1.202 im Single- und 3.713 im Multi-Core-Score.

Beim CPU (Central Processing Unit) Stresstest entwickelte der Snapdragon 8 Gen 1 SoC auf der Rückseite des Smartphones 43,6 Grad, was im Gegensatz zu dem Xiaomi 12 Pro und seinen 47,3 Grad schon deutlich besser erscheint. Zumindest verzeichnen wir keine Frame-Drops. Beruhigend ist das jedoch noch lange nicht. Da dürfen wir mit Sicherheit noch einmal gespannt sein, was uns das mit einem Hardware-Lüfter ausgestattete RedMagic 7 im Test so abliefern wird, welches ja am vergangenen Dienstag (22/02/22) für uns in Deutschland offiziell vorgestellt wurde.

Speicher

International gibt es das neueste Motorola-Flaggschiff in unterschiedlichen Speicher-Variationen. So gibt es bei dem Random-Access Memory die Wahl zwischen 8 oder 12 GB LPDDR5. In Europa sind es ausschließlich die 12 GB. Beim internen Programmspeicher ist die Qual der Wahl noch größer. So stellt das Unternehmen den potentiellen Kunden vor die Entscheidung von 128, 256 und 512 GB Universal Flash Storage in der Version 3.1. Wir haben es da einfacher: für uns gibt es ausschließlich 256 GB. Dafür dann aber optional via microSD-Karte bis zu einem Terabyte erweiterbar.

Kamera des Motorola Edge 30 Pro

Das Motorola Edge 30 Pro ist auf der linken oberen Rückseite mit einer vertikal angeordneten Triple-Kamera ausgestattet. Ganz oben eine 50 Megapixel auflösende Kombination aus einer Ultra-Weitwinkel- und Makro-Optik. Der 1/2,76 Zoll große ISOCELL S5KJN1-Sensor von Samsung bietet eine Blende von f/2.2. Das maximale Sichtfeld beträgt 117 Grad. Makroaufnahmen sind ab einer Distanz von 2,8 Zentimetern möglich.

Darunter befindet sich eine weitere 50-Megapixel-Kamera mit einem verbauten OmniVision OV50A Sensor der eine Größe von 1/1,55 Zoll bietet. Die Pixelgröße beträgt 1,0 µm bei einer Maximalblende von f/1.9. Er dient als Hauptkamera und ist somit auch mit einer optischen Bildstabilisierung und Dual-Pixel-Technologie ausgestattet.

Ganz unten befindet sich ein uns unbekannter 2 Megapixel auflösende Depth-Sensor zur Berechnung von Tiefeninformationen. Seine Blende beträgt f/2.4.

Oben rechts befindet sich innerhalb des ovalen Arrays ein Dual-LED-Blitzlicht und ein Schriftzug der dem Smartphone 2,0 Mikrometer Sensorfläche zuschreibt. Wir kommen jedoch nur auf 1,64 Mikrometer. Da werden wohl die fehlenden 0,36 von dem 2-Megapixel-Sensor stammen.

Frontkamera

Frontkamera des Motorola Edge 30 Pro

Hier schlägt das Motorola Edge 30 Pro maßgeblich aus der Art. Satte 60 Megapixel werden der oben mittig im Display (Punch Hole) angeordneten Frontkamera attestiert. Verantwortlich ist dafür ein 1/2,8 Zoll großer OmniVision PureCel OV60A Image-Sensor. Seine maximale Pixelgröße beträgt 0,61 µm, bei einer Blende von f/2.2. In China gibt es den selben Sensor auch als Under-Display-Variante.

Und so scheint es auch nicht überraschend, dass die Frontkamera am Ende des Tages die besten Ergebnisse abliefert, wenngleich sich der Sinn dahinter mir nicht gleich erschließt. Aber vielleicht scheint die Frontkamera in Zeiten von Influencern dem Selbstportrait einen höheren Stellenwert zu haben. Damit rutscht die eigentliche „Hauptkamera“ wohl eher zur Nebensache.

Tagesaufnahmen

Tagesaufnahmen sind so ziemlich die Paradedisziplin aller Smartphone-Kameras. Sie bieten die optimale Ausleuchtung die so ein digital gespeichertes Foto so benötigt. Und auf dem ersten Blick scheint das Edge 30 Pro hier seinen Besitzer nicht zu enttäuschen.

Ein Zoom in die Aufnahme zeigt jedoch das gerade in dunklen Bereichen die Details zu verschwimmen beginnen. Dabei ist es unabhängig ob am Rand oder in der Mitte des Motivs. Zugegeben waren die äußeren Bedingungen nicht optimal um vielleicht das Letzte Quentchen an Licht zu erhalten. Die Farben sind derweil sehr realistisch und direkt am Original. Eine Zeit lang haben hier einige Hersteller echt übertrieben.

Weitwinkelaufnahmen

Ein Modus der vermutlich von vielen häufiger benutzt wird, als es ihnen selbst bewusst ist. Denn wie oft kommt es vor, dass man einfach nicht alles auf das Bild bekommt. Leider gibt es auch hier wieder etwas zu bemängeln. Während bei der Konkurrenz häufig der Himmel in einer anderen Farbe dargestellt schein die Motorola-Kamera das im Griff zu haben. Aber erneut ist es die dunkle Farbskala die Probleme bereitet. Man erkennt beispielsweise auf der Treppe im „Normalformat“ ein nahezu realistischen Farbkontrast. Im Weitwinkel wird es dann plötzlich viel intensiver.

Nacht-Aufnahmen

Tatsächlich war ich aufgrund der durchschnittlichen Ergebnisse bei Tagesaufnahmen überrascht, wie detailtreu doch die Nachtaufnahmen geworden sind. Natürlich erkennt man in der Vergrößerung am PC-Monitor, dass gerade dunkle Bereiche zu rauschen neigen. Das ist aber keine Besonderheit des Edge 30 Pro, sondern allgemein in der Smartphone-Fotografie üblich. Wem die Farbintensität seiner Nachtaufnahmen nicht reicht, kann diese auch im Normal-Modus mit HDR erstellen. Das ist Geschmackssache.

Zoom-Aufnahme

Die maximale Vergrößerung beträgt bei dem Edge 30 Pro einen 10-fachen Zoom. Das ist eigentlich gar nicht so viel. Dennoch das Problem wie wir es im Grunde von allen Smartphones her kennen, die Ergebnisse der digitalen Vergrößerung taugen nicht für einen Posterdruck. Dabei kann bei 3-facher Vergrößerung noch kein Verlust gegenüber einem Foto ohne den Zoomeinsatz verzeichnet werden.

Makro-Aufnahmen

Was soll ich sagen: ich liebe die Makrofotografie. Von daher ist meine Bewertung in diesem Bereich auch sehr originär. Okay – das Bild vom Betonfußboden beweist, dass man bei bei einer Nahaufnahme ein ruhiges Händchen benötigt oder mit einem Stativ arbeiten sollte. Aber das Foto von dem Mainboard ist doch genial, oder?

Kamera-Fazit

Kamerafazit des Motorola Edge 30 Pro

Es wird wohl schnell deutlich das die Ergebnisse wohl nur von der Frontkamera ein echter Kracher sind. Auf der Rückseite kann es schnell matschig in dunklen Bereichen werden. Bei der Punktevergabe möchte ich aber den Makro- und Nacht-Modus berücksichtigen, sowie einige Funktionen wie beispielsweise die Dual-Aufnahme oder die Spotfarbe. Dennoch fällt das Gesamturteil eher dahingehend aus, dass ich von einem echten „Flaggschiff“ mehr erwartet hätte. Durchschnittliche Aufnahmen wie bei oberen Mittelklasse-Mitbewerbern sind mit dem Motorola Edge 30 Pro alle Mal möglich.

Akku

Im Edge 30 Pro ist ein 4.800 mAh starker Akku verbaut. Motorola liefert auch ein Netzteil mit im Lieferumfang. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes „TurboPower“-Ladegerät welches eine Leistung von 68 Watt liefert. Nach eignen Angaben lädt es knapp 50 Prozent der Gesamtkapazität in 15 Minuten. Das können wir mit eine wenig Spielraum so bestätigen. Doch in Zeiten von Xiaomi und Realme welche uns bereits mit 200 Watt drohen, eigentlich eher Standardkost. Sieht man einmal von Samsung ab, die allen Anschein nach immer noch den Schock des Note 7 verarbeiten müssen.

Sehr erfreulich hingegen ist zu verzeichnen dass auch kabelloses Laden mit 15 Watt und das 5-Watt-Power-Sharing (kabelloses Laden anderer Smartphones oder QI-Produkte) möglich sind. Okay, auch keine Rekordwerte. Aber das es überhaupt geht ist uns schon eher ein Pluspunkt wert.

Im allgemeinen Tagesgebrauch ist zu vermelden, dass die Ausdauer des Akkus sich auf einen und einen 3/4 Tag beschränkt. Und das auch bei automatischer Bildwiederholrate, Display-Helligkeit und eher zurückhaltendem Gebrauch. Ein Leistungstest ergab, dass der Verbrauch um knapp 10 Watt höher war, als bei einem Smartphone mit einem Snapdragon 888 Prozessor.

Nun ist nach so kurzer Zeit noch kein finales Ergebnis berechtigt, aber wenn ihr mich fragt würde ich es eher als durchschnittlich beurteilen.

Sicherheit und Software

Fingerabdrucksensor in der Power- und StandbytasteWirkliche Kopfschmerzen hat mir in dem Test der seitliche Fingerabdrucksensor bereitet. Das er wie unter dem Kapitel „Design & Verarbeitung“ bereits erwähnt zu hoch angebracht kann ja noch ein anatomisches Problem meinerseits sein. Doch trotz mehrfacher Einrichtung läuft dieser alles andere als zuverlässig. Von einer Bewertung der Geschwindigkeit bin ich weit entfernt. Ich war schon froh wenn er überhaupt vor der maximalen Anzahl an Versuchern das Smartphone entsperrte.

Gott sei Dank funktioniert das Entsperren mit dem Gesicht um Welten besser, sodass zumindest so für mehr Sicherheit gesorgt werden kann. Apropos Sicherheit. Der letzte Sicherheitspatch von Google stammte zum Zeitpunkt unseres Tests (22/02/22) vom 1. Januar 2022. Das Betriebssystem selbst läuft auf Android 12 mit der Build Number S1SH32.55-8-8.

Auch bei der installierten Software scheint man sich an die alten Traditionen von Google zu erinnern. So gibt es auch die ein oder andere Google-Anwendung mehr als auf Smartphones anderer Hersteller, doch generell hält man sich hier sehr dezent zurück. Bloatware gibt es keine, wenngleich die Social Media Anwendung Facebook von dem einen oder anderen dazugezählt werden könnte.

Neu hingegen ist die „Spiele“-App, welche wie bereits von anderen Herstellern seit längerem bekannt, einen Überblick aller installierten Games zeigt und späte im Spiel einige Zusatzfunktionen bietet.

GO2mobile testet das Motorola Edge 30 Pro

Pro und Contra

Pro

  • Gutes planes Display mit 144 Hertz
  • 60 MP Frontkamera
  • cleanes Vanilla Android 12
  • IP-Zertifizierung
  • Hat den Snapdragon 8 Gen 1 gut im Griff

Contra

  • Triple-Kamera bleibt hinter den Erwartungen
  • seitlicher Fingerabdrucksensor
  • Stereosound nicht ausbalanciert

Das Fazit des Motorola Edge 30 Pro

Ich persönlich finde das Motorola Edge 30 Pro ist primär als preiswerte Flaggschiff-Alternative gedacht, im Kampf um das erste Smartphone mit einem Snapdragon 8 Gen 1 an Bord. Das Duell hat die Lenovo-Tochter gewonnen und damit auch für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. Ziel erfüllt.

Das man auf dem Gebiet „noch“ nicht so gut aufgestellt ist, was sich hauptsächlich bei der verbauten Triple-Hauptkamera unter Beweis stellt, wird bei unserem Test ebenfalls schnell klar. Logisch – 799 Euro sind kein Schnapper aber deutlich günstiger was da sonst so am Markt vertreten ist. Will man von allem das Beste haben, muss man halt auch bereit sein die 1.000 Euro Schmerzgrenze zu überschreiten. Da ist das Motorola Edge 30 Pro eine gelungener Kompromiss zwischen Mittel und Premium-Klasse. Und ich bin mir sicher, man wird bei Smartphones wie dem Motorola „Frontier“ noch einmal deutlich nachlegen.

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Test Motorola Edge 30 Pro
  • 7.9/10
    Hardware - 7.9/10
  • 8.9/10
    Verarbeitung - 8.9/10
  • 9/10
    Software - 9/10
  • 9.7/10
    Performance - 9.7/10
  • 8.2/10
    Kamera - 8.2/10
  • 8.6/10
    Akku - 8.6/10
  • 9.3/10
    Preis/Leistung - 9.3/10
8.8/10

Kurzfassung

Das Motorola Edge 30 Pro ist für seine 799 Euro kein Flaggschiff (trotz verbauten Snapdragon 8 Gen 1) aber auch keine Mittelklasse. Es ist ein Kompromiss aus beiden Kategorien. Wer nicht Wert auf die beste Hauptkamera (die Frontkamera ist die Beste) legt, dafür den schnellste SoC besitzen möchte, macht mit dem Edge 30 Pro nichts verkehrt.

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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