Vivo geht mit dem Vivo X51 5G in Deutschland an den Start

Nach mehrfacher Ankündigung unsererseits hat Vivo als letzte BBK-Tochter nun seinen Start in Deutschland mit dem Vivo X51 5G offiziell bekannt gegeben. Dabei legt das Unternehmen bei dem Smartphone mit Gimbal-Kamera einen ähnlich teuren Start hin, wie die Schwester mit dem Oppo Find X2 Pro. Mittelklasse zu einem Preis von 799 Euro gilt auch in Deutschland als leicht überzogen.

Vivo ist das bis dato für die meisten letzte unbekannte Tochter-Unternehmen der BBK Electronics. Nachdem OnePlus, Oppo und Realme den europäischen Markt für sich entdeckt haben, hat sich nun auch das innovative Unternehmen Vivo offiziell zu seinem deutschen Standort in Düsseldorf bekannt. Wenngleich die Zugehörigkeit zur BBK wie von OnePlus offiziell bestritten wird. Vivo ist uns bereits aus der Vergangenheit als sehr innovatives Unternehmen bekannt. So hat man beispielsweise auf der CES 2018 in Las Vegas als erstes Unternehmen den Fingerabdrucksensor unter dem Display präsentiert. Auch die erste Pop-up- und abnehmbare Kamera stammt von Vivo.

Vivo X51 5G

800 Euro teurer Einstand

Zu dem gestrigen Einstand hat man neben dem Vivo Y70 für 299 Euro und dem Vivo 20s für 199 Euro, das Mittelklasse-Smartphone Vivo X51 5G für 799 Euro dabei. Die Besonderheit: Das Smartphone ist mit einer Quad-Kamera ausgestattet, welche mit einer Gimbal ähnlichen Halterung ausgestattet ist.

„Wir freuen uns sehr, unser erstes Smartphone-Sortiment für den europäischen Markt vorstellen zu können. Bevor wir mit der Produktentwicklung begannen, haben wir 9.000 Verbraucher aus ganz Europa befragt, um exakt zu verstehen, wie sie ihre Geräte im Alltag nutzen. Das Feedback war eindeutig: Am wichtigsten waren den Verbrauchern Akkulaufzeit, Kamera und Design des Smartphones – und hier insbesondere intuitive und einfache Handhabung. Darüber hinaus achtet man auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und genau dieses Gesamtpaket bieten wir“, so Denny Deng, Vizepräsident und Leiter des Europageschäfts bei Vivo.

Technisch gesehen bewegt man sich auf dem Niveau des am Wochenende von uns getesteten Oppo Reno 4. Sprich es gibt einen Snapdragon 765G Octa-Core-Prozessor, der für das Gaming optimiert wurde, 8 GB des etwas angestaubten LPDDR 4x RAM und ebenfalls nicht das neueste Material an 256 GB UFS-2.1 Programmspeicher. Am Leben erhalten wird das Vivo X51 5G von einem fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 4.315 mAh (33 Watt FlashCharge 2.0).

Die Gimbal-Kamera macht den Unterschied

Beim 6,56 Zoll großem Display zeigt das Unternehmen seine Nähe zu Samsung und verbaut hier ein „3D Curved Ultra-O-Screen“ (also mit einer 32 MP Punch-Hole-Kamera) mit einer FHD+-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 90 Hertz. Wirkliche Punkte erzieht das chinesische Unternehmen jedoch mit seiner Quad-Hauptkamera links oben auf der Rückseite. Wie beim Xiaomi Mi 10T (Pro) dominiert oben im Array die Hauptkamera mittig. Nur bietet hier der Sensor 48 Megapixel (identisch mit dem Vivo X50 Pro) und ist mit einer Gimbal-Aufhängung (so der Hersteller) versehen.

Vivo X51 5G

„Dieses Schwenk-Neige-System zur Bildstabilisierung ermöglicht scharfe Fotos und Videos aus der Bewegung heraus, und dies sogar bei Nacht. Wenn das Smartphone bei Aufnahmen mit der Hauptkamera des X51 5G geneigt, geschwenkt oder gekippt wird, berechnet das Gyroskop des Gimbal-Kamerasystems Richtung und Stärke der Wackelbewegungen. Mithilfe elektromagnetischer Kräfte bewegt sich dann das gesamte Gimbal-Modul in die Gegenrichtung und gleicht den Wackler aus. Dabei passt das Modul mit einer Wiederholungsrate von 100 Hz ständig seine Position an, sodass der Bildbereich immer stabil bleibt. Der Stabilisierungswinkel des Gimbal-Kamerasystems beträgt bis zu 3° auf der X-Achse sowie 2° auf der Y-Achse. Damit ist er bis zu dreimal größer als bei einem klassischen optischen Bildstabilisator (OIS).“

Das liest sich schon einmal recht überzeugend und mit Sicherheit technisch einer Flaggschiff-Kamera ebenbürtig. Wie sich die Kamera unter realistischen Bedingungen verhält, müssen wir jedoch noch testen. Fraglich, ob das System den Preis von knapp 800 Euro bei einem restlichen Mittelklasse-Smartphone rechtfertigt. Mit einem solchen Einstieg wird es das Unternehmen in Deutschland nicht leicht haben.

Technische Daten des Vivo X51 5G

Technische Daten X51 5G
Display 6,56 Zoll AMOLED
3D Curved Ultra O Screen (Samsung)
2.376 x 1.080 Pixel
90 Hz Bildwiederholrate
180 Hz Touch-Abtastrate
HDR10+
Prozessor Snapdragon 765G Octa-Core
1x ARM Cortex A76 max 2,4 GHz
1x ARM Cortex A76 max 2,2 GHz
6x ARM Cortex A55 max 1,8 GHz
Adreno 620 GPU
Speicher 8 GB GB LPDDR4x RAM
256 GB UFS 2.1 interner Speicher
nicht erweiterbar via microSD-Card
Abmessungen 158,46 x 72,8 x 8,04 mm
181,5 g
Akku 4.315 mAh
33 Watt FlashCharge 2.0
Reverse Charging
Kamera Quad-Kamera:
48 MP Hauptkamera (Sony IMX598, f/1.6, PDAF, OIS, Gimbal)
13 MP Portraitkamera (f/2.4, 2x optischer Zoom)
8 MP Super-Weitwinkel- und Makrokamera (120 Grad, f/2.2,2,5 cm)
8 MP Telephotokamera (f/3.4, 60x Hyper- und 5x optischer Zoom, OIS)
Frontkamera (PunchHole):
32 MP (f/2,45)
Anschlüsse USB Type C, keine 3,5 mm Klinke
Sonstiges LTE 4G/5G
WiFi 802.11, 2.4GHz / 5GHz MIMO
Bluetooth 5.1, NFC
GPS, A-GPS, BEIDOU, Galileo, Glonass, BDS
Fingerprintsensor (unter dem Display)
IP53-Zertifikation
Funtouch OS 10, Basis Android 10
Farben Alpha Grey
Preis und
Verfügbarkeit
799 Euro
ab dem 20.Oktober 2020
[Quelle: Pressemitteilung]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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