Verpackungsmüll – Warum tun die Hersteller das der Umwelt an?

Verpackungsmüll ohne Ende. Plastiktüten, Folien und und und. Wer wie wir öfters neue Smartphones oder andere technische Geräte auspackt, stellt sich irgendwann die gleiche Frage wie Daniil von TBLT.de. Warum dieser ganze Müll? Geht das nicht anders?

Daniil regt sich über Verpackungsmüll auf

Schaut euch am besten erst einmal Daniils Video an, welches wir voll und ganz unterstützen.

Drei Millionen Tonnen

Gut drei Millionen Tonnen – das sind 3.000.000.000 Kilogram – Folienmüll fallen jedes Jahr allein in Deutschland an. Wenn man bedenkt, wie leicht so ein Stück Folie ist, kann man sich vielleicht vorstellen, was das für eine Menge sein muss. Das Problem ist die Entsorgung. Nur knapp 50 % werden wiederverwertet. Der Rest kommt entweder in die Müllverbrennungsanlage oder auf Deponien. Allerdings gelangt auch ein großer Teil unkontrolliert in die Umwelt, wo es mindestens 450 Jahre bräuchte, um zu verrotten. Da Plastik erst seit 1870 industriell gefertigt und seit dem zweiten Weltkrieg in großen Mengen produziert und genutzt wird, ist theoretisch noch kein Stück den natürlichen Weg des Zerfalls gegangen.

Plastikinseln größer als Europa

In so ziemlich jedem Meer der Erde schwimmen heute riesige Inseln aus Plastik. Im Nordpazifik treibt eine, die über 15.000.00 Km² groß ist. Diese Inseln bestehen aus allen möglichen Plastikteilen. Von Flaschen bis hin zu mikroskopisch kleinen Teilen, welche, man mag es kaum glauben, aus unseren Waschmaschinen stammen. Wird beispielsweise ein Fleecepullover gewaschen, lösen sich Fasern, die mit dem Abwasser durch die Flüsse bis ins Meer gelangen. Dieser Plastikmüll im Meer ist nicht nur für die Tierwelt gefährlich. Fische reichern sich mit den darin enthaltenen giftigen Stoffen an und gelangen über kurz oder lang über die Nahrungskette auch zu uns Menschen.

Was kann man dagegen tun?

Nun, zuallererst sollte man so oft es geht auf Plastik verzichten. Gerade beim Einkauf kann man den guten alten Einkaufskorb oder Stoffbeutel nutzen. Leider hat man nicht allzu viel Einfluss auf die Hersteller, die jedes noch so unbedeutende Teil dreimal in Plastik einpacken müssen. Die REWE Group möchte nun zumindest das Gemüse mit Laser-Logos versehen, um der Kennzeichnungspflicht nachzukommen, aber weniger Verpackungsmüll zu produzieren. Das ist zumindest schon mal ein Anfang.

Jedes Mal, wenn wir ein ein neues Smartphone auspacken, füllen wir unsere Mülleimer. Eine Folie um den Karton, eine um das Smartphone, Folien um Bedienungsanleitung sic! und um jedes noch so kleine Zubehörteil. Vieles davon könnte, wie Daniil so schön ausgeführt hat, vermieden werden.

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Andreas Voetz

Seit 1997 im Internet unterwegs, habe ich vor einigen Jahren meine Leidenschaft für das bloggen entdeckt. Als ich 2010 mein erstes Android-Handy in Händen hielt, war es um mich geschehen. Mein Thema war gefunden und man kann diverse Beiträge auf einigen Seiten, als auch meinem privaten Blog begutachten.

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Ein Gedanke zu „Verpackungsmüll – Warum tun die Hersteller das der Umwelt an?

  • 24. März 2017 um 15:34
    Permalink

    Da wird zum einen von Plastikmüll gesprochen, direkt danach Handyhersteller aufgeführt…..???
    Also, wir wohnen hier im tiefen Binnenland, Plastikabfälle landen im gelben Sack. Ich kenne auch sonst niemanden, der extra ans Meer fährt, um Plastikmüll direkt ins Meer zu werfen….
    Sollte es nicht viel mehr die Frage aufwerfen, was die ZKE mit dem Müll anstellt, oder wie Recycling funktioniert, ob es überhaupt gemacht wird…
    Jedenfalls haben wir bei jeder Abholung einen vollen gelben Sack, daß Verpackungsabfälle von einem neuen Handy dabei sind, kommt einmal alle ein bis zwei Jahre vor!

    Antwort

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