Samsung Galaxy Fold: Erste Hands-On-Videos und Erkenntnisse

Das Samsung Galaxy Fold wurde als erstes faltbare Smartphone von Samsung zusammen mit der Galaxy S10-Serie in San Francisco offiziell vorgestellt. Doch nicht wie üblich ließ sich das 2-in-1-Smartphone danach oder später auf dem MWC 2019 von der Presse begutachten. Nun tauchen erste Hands-On-Videos auf und wir ziehen eine erste Bilanz.

 

Am 20. Februar 2019 war es in San Francisco soweit und DJ Koh, CEO of Samsung Electronics präsentiert das lang entwickelte Samsung Galaxy Fold. Das erste faltbare Smartphone aus dem eigenen Hause. Leider war das Samsung Galaxy Fold trotz offizieller Vorstellung ein wohl gehütetes Geheimnis was die Haptik und Funktion anbelangte. Denn Samsung stellte es weder nach der Präsentation, noch später auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona zum anfassen für die Medien zur Verfügung. Nun endlich wurden vorab in den USA Medienvertreter wie „The Verge“, „Engadget“ und Lewis Hilsenteger („Unbox Therapy“) mit einem Testmuster bestückt.

Wir können also gemeinsam mit ihnen das Smartphone auspacken und von allen Seiten einmal begutachten, sowie erste Funktionen benennen. Preiswert ist das Samsung Galaxy Fold nicht. In Deutschland kommt es für 2.000 Euro in den Farben Space Silver, Cosmos Black, Martian Green und Astro Blue. Vorbestellt werden kann es ab dem 26. April, ausgeliefert wird ab Freitag den 3. Mai 2019.

Unboxing

Das Samsung Galaxy Fold kommt in einer großen Box in Box daher, die den durchaus sportlichen Preis alle Ehre erweist. Mit dabei die Samsung Galaxy Buds im Wert von 149 Euro und eine dünne Kevlar-Hülle. Das Smartphone empfängt den glücklichen Besitzer direkt als aufgeklapptes Tablet mit einem 7,3 Zoll großem „Dynamic AMOLED Infinity Flex Display“ und einer Auflösung von 2.152 x 1.536 Pixel. Und klappt der Nutzer das Galaxy Fold das erste Mal zusammen, hören wir was DJ Koh mit langjähriger Entwicklung meinte. Ein sattes und mechanisches Klappgeräusch, wie wir es noch aus Zeiten des Motorola RAZR kennen. Das nebenbei bemerkt auch in Kürze ein Revival feiern wird.

Die Displayfalte

Aber – was ebenfalls im Vorfeld viel kritisiert wurde, bestätigt sich bereits bei dem nagelneuen Samsung-Smartphone. Es ist eine deutliche Faltkante in der Mitte des Kunststoff-Displays zu erkennen. Und das nicht nur wenn der Bildschirm aus ist, sondern auch im Betrieb. Die Frage ob sie stört, muss letztendlich jeder für sich beantworten. Sobald ich das Device das erste Mal in der Hand hatte, werde ich dazu meine Meinung Kund tun.

Die 6 Kameras des Samsung Galaxy Fold

Insgesamt verbaut Samsung sechs Kameras in das Galaxy Fold. Zwei innen im Tablet-Modus (10 und 8 Megapixel), drei auf der Rückseite als Hauptkamera und eine 10-Megapixel-Frontkamera über dem 4,6 Zoll großem Display (1.960 x 840 Pixel). Die Triple-Kamera besteht aus einem 12-Megapixel-Teleobjektiv, einem weiteren 12-Megapixel Weitwinkel- und einem 16-Megapixel-Ultra-Weitwinkelobjektiv (123 Grad).

Gut ausgestattet

Das Samsung Galaxy Fold ist qualitativ sehr hochwertig mit einem Metall-Scharnier verarbeitet. Es so dick wie zwei Smartphones übereinander, dafür aber zusammengeklappt sehr schmal. Der Front-Display ist dabei nicht nur eine Always-on-Anzeige mit Double-Tap-Funktion, sondern komplett vollwertig mit allen installierten Anwendungen nutzbar. Klappt man das Galaxy Fold auf, schaltet sich der vordere Bildschirm aus und das große Display ein. Und das verdammt schnell. Klar, der Snapdragon 855 Octa-Core-Prozessor, gemeinsam mit 12 GB RAM und 512 GB internen Programmspeicher trägt seinen Teil dazu bei. Zwei Akkus mit einer Gesamt-Kapazität von 4.380 mAh sorgt für ein langes Nutzer-Erlebnis. Natürlich ist auch bei dem Fold-Flaggschiff nicht nur induktives Laden möglich, sondern auch das sogenannte „Wireless PowerShare“ – also das Laden anderer Geräte.

Auf der rechten Seite wird es noch einmal interessant. Ganz unten befindet sich der Fingerabdrucksensor der – sehr ungewöhnlich – gleichzeitig als Bixby-Button agiert. Darüber der Power und Standby-Button und ganz ober die Lautstärke-Tasten. Der SIM-Tray befindet sich auf der linken Seite. Unten der USB-Type-C-Port, ein Lautsprecher und Mikrofon. Oben ein weiterer Lautsprecher und ein Mikrofon.

Selbstredend nutzt Samsung alle möglichen Vorzüge das 7,3 Zoll große AMOLED-Displays in das rechte Licht. Das beginnt damit, dass die iPad-Mini-Konkurrenz (Displaygröße) satt aufgeklappt einrastet. Eine Seitenleiste gewährt dem Nutzer optimalen Zugriff auf die Anwendungen. Davon können in einem dreifach vorgegebenen Raster gleichzeitig geöffnet und genutzt werden. Die Größe lässt sich minimal verändern oder als „schwebendes“ Fenster zusätzlich öffnen, vergrößern und verschieben.

Zwischen-Fazit des Samsung Galaxy Fold

Das Samsung Galaxy Fold ist nicht nur mit seinen 2.000 Euro teuer, sondern auch eine dickes Ding. Dafür aber zusammengeklappt sehr schmal. Passt es in die Hosentasche? Ja. Passt es in die Hemd- oder Sakkotasche? Eher nein. Die Haltbarkeit des Kunststoff-Displays dürfte was das Falten anbelangt ausreichend gewappnet sein. Dafür hat Samsung gesorgt. Gegen Kratzer und andere Umwelteinflüsse eher nicht. Hier warten wir noch auf ein faltbares Corning Gorilla Glas. Satt zusammen gefaltet wird das Galaxy Fold nicht. Ein kleines Guckloch besteht. Kritiker werden das ebenso bemängeln wie die sichtbare Displayfalte.

Das Samsung Galaxy Fold ist was es ist: Der Anfang einer neuen Generation Smartphones. Early Adopter und Technik-Enthusiasten werden feuchte Augen und Hände bekommen, wenn sie das Gerät das erste Mal benutzen dürfen. Der Preis wird sich schnell regulieren und auch das Problem der Empfindlichkeit des Displays wird schnell gelöst sein. In so fern – als weltweite Nummer Eins: Alles richtig gemacht Samsung!

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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