Xiaomi Mi 10 Ultra im Test: Das Beste vom Besten oder ein Blender?

Das Xiaomi Mi 10 Ultra wurde am 11. August 2020 zum 10-jährigen Jubiläum offiziell im Heimatland China vorgestellt. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Hersteller nur das Beste vom Besten für das aktuelle Ultra-Flaggschiff verbaut hat. Doch was steckt hinter dem 120-fachen Zoom, dem 120-Hertz-Display und dem Mi Charge Turbo mit 120 Watt? Wir haben das Ultra-Smartphone einem ausführlichen Test unterzogen und berichten über unsere Ergebnisse.

Noch ist das Xiaomi Mi 10 Ultra nur in China oder entsprechenden Händlern erhältlich. Wir glauben bereits zwischen den Zeilen gehört zu haben, dass zum Weihnachtsgeschäft auch ein europäischer Start geplant sein soll, doch solang ist TradingShenzhen* euer Ansprechpartner, von dem auch wir unser Modell erhalten haben. Vielen Dank dafür!

Das Android-Smartphone ist mit knapp 1.000 Euro alles andere als ein Schnäppchen. Doch es bietet von allem nur das Beste. Direkt vom Start weg hat die Quad-Kamera mit ihrem 120-fachen Zoom beim DXOMARK-Ranking mit 130 Gesamtpunkten (142 Foto / 106 Video) das Huawei P40 „Fotowunder“ vom Thron gestoßen. Soviel Superlative konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben uns das Ultra-Smartphone einmal genauer angeschaut.

Design und Verarbeitung des Xiaomi Mi 10 Ultra

Ist das Xiaomi Mi 10 Ultra ein Blender, wie es unsere Überschrift hinterfragt? Wenn ihr wie wir die maximale Ausstattung in der „Bright Silver Discovery Edition“ wählt, vermutlich schon. Aber weniger wegen der Testergebnisse mit dem Smartphone, sondern vielmehr wegen seiner Spiegelartigen Rückseite. Auf den Fotos die ich zuvor gesehen hatte, erinnerte mich die Farbe an „Silver Frost“ von Huawei, welches mir in seinem matten Farbton besonders gut gefallen hat. Doch beim Unboxing der erste Schock: Die Rückseite ist ein vollwertiger Spiegel. Ein klassischer Angriff der Zylonen vom Kampfstern Galactica. Das muss man erstmal mögen. Angeblich seit dem Mi 6, Xiaomi-CEO Lei Jun seine Lieblingsfarbe. Es gibt aber auch eine Keramik schwarze Version und bei geringerem Speicher steht auch noch ein transparentes Modell zur Auswahl.

Das Design ist nahezu unverändert. Ein seitlich leicht gewölbtes Display, oben links eine Punch-Hole-Frontkamera und auf der Rückseite ein recht dominantes Kamera-Array. Auch dieses ist oben links angeordnet und ragt aus dem Gehäuse, sodass sich ein kippeln auf dem Schreibtisch nicht vermeiden lässt.

 

Die Verarbeitung ist gewohnt ohne Fehl und Tadel. Sehr fließende Übergänge vom Corning Gorilla Glass 6 zu dem Aluminium-Rahmen und umgekehrt. Sehr gut erreichbare Tasten auf der rechten Seite und auf der Oberseite ein IR-Blaster zum bedienen handelsübliche Fernseher. Ebenfalls hat der Konzern an zwei Lautsprecher für einen Stereo-Sound gedacht. Dieser ist okay, aber es fehlt ihm an Druck und Volumen, im Gegensatz zu dem OnePlus 8 Pro (zum Test). Auf eine analoge Klinkenbuchse verzichtet der chinesische Hersteller. Trotz schmalen 162,4 x 75,1 x 9,5 Millimeter bringt das Xiaomi-Smartphone ein sattes Kampfgewicht von 222 Gramm auf die Waage. Das ist schon ein Gewicht, welches dem Besitzer auffallen wird.

Das Display spaltet die Gemüter

Bei dem 6,67 Zoll großem Bildschirm gibt es im Grunde keine Überraschungen. Es ist das identische, seitlich abgerundete Display des Mi 10 (Pro), geschützt durch ein Corning Gorilla Glass 5. Der eine mag es – der andere eher weniger. Es besitzt die identisch gute und ausreichend helle (max. 800 nits) Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixel bei 386 ppi. Ein Blick rüber zum Konkurrenten Samsung zeigt jedoch in der Ultra-Ausführung eine höhere Auflösung von 3.200 x 1.440 Pixel (zum Test des Samsung Galaxy S20 Ultra). Und auch wenn es nicht wirklich nötig ist, gewünscht hätten wir es uns für das Xiaomi-Ultra-Smartphone schon.

Xiaomi Mi 10 Ultra im Test

Doch am Ende gibt es ja doch noch einen Unterschied zum Mi 10 und Mi 10 Pro. Die 120 Hertz Bildwiederholfrequenz. Gut die ist bei den beiden anderen 90 Hertz und ein Unterschied wird nur schwer erkennbar sein, doch der gute Wille zählt. Und einen Unterschied bei Animationen oder dem  Scrollen zu dem standardisierten 60 Hertz sieht man alle Mal.

Auch die Touch-Rate wurde auf 240 Hertz erhöht, was für eine schnellere Reaktionszeit bei Display-Eingaben führt. Ansonsten gibt es beim Thema Display keinen Grund zu klagen. Das Kontrastverhältnis von 5.000.000:1 ist überragend und gewährt eine hohe Blickwinkelstabilität.

Xiaomi Mi 10 Ultra im Test

Das Xiaomi Mi 10 Ultra besitzt ebenfalls ein Always-on-Display, welches durch die drei neu animierten „Super-Wallpaper“ noch einmal besonders hervorgehoben wird. Und dank MIUI 12 gibt es auch ein ausreichend umfangreiches Angebot an unterschiedlichen Themen.

Prozessor und Speicher

Das Xiaomi Mi 10 Ultra hat wie die anderen Kollegen der Mi 10 Serie (das Lite ausgenommen) einen Snapdragon 865 Octa-Core-Prozessor von Qualcomm verbaut. Inzwischen ist dieser aber nicht mehr das Maß der Dinge. Hat doch das US-Unternehmen inzwischen ein „Plus“-Upgrade raus gebracht. Die Unterschiede sind nur gering.

Xiaomi Mi 10 Ultra im Test

Anders als beim 865, wo einer der vier A77 Cores auf 2,84 GHz getaktet ist, bietet der Plus-SoC 3,1 GHz. Die restlichen drei A77-Kerne bleiben bei maximalen 2,42 GHz, genauso wie die vier Cortex A55-Kerne, welche eine maximale Taktfrequenz von 1,8 GHz bieten.

Auch die Adreno 650 GPU ist identisch, aber etwas höher getaktet als die bekannten 587 MHz. Qualcomm redet von einer Leistungssteigerung von 10 Prozent. Das hört sich vermutlich für Gamer – bei denen es auf jede kleine Leistungssteigerung ankommt – nach viel an.

Game Turbo

Aber! Xiaomi packt auf das Ultra die mit Qualcomm gemeinsam erstellte Anwendung „Game Turbo“ bei. Hierbei handelt es sich um eine App, bei der nicht nur die Touch-Sensitivität und Display-Darstellung optimiert werden kann, sondern auch die GPU-Einstellungen optimiert werden können. Ob das nun einem „Übertakten“ gleich kommt, kann nur vermutet werden. Qualcomm hat uns gegenüber bestätigt, uns in Kürze darüber Auskunft zu geben. Wir werden das entsprechend nachreichen.

Dank dem CAT S62 Pro mit Wärmebildkamera (zum Test), können wir ab sofort auch zwei Wärmebilder der CPU hinzufügen. Einmal im Ruhe-Modus und im Gaming-Stress (Need for Speed – No Limits).

Das Xiaomi-Jubiläums-Smartphone präsentiert sich China typisch in einer großen Auswahl an Speicher-Varianten. Angefangen bei 8 GB RAM und 128 GB*, über 12 GB RAM und 256 GB Speicher* bis hoch zu 16 GB LPDDR5 RAM und 512 GB* nicht erweiterbaren UFS 3.1-Speicher. Genau diese Version haben wir uns für den Test gegönnt. Hier ist definitiv kein Platz für Kritik. Besser geht aktuell einfach nicht. Und die Frage nach einer Erweiterung via microSD-Speicherkarte stellt sich aufgrund der „unendlichen Weiten“ nicht. Wer dennoch fragt: Nein – kein Speicherkarten-Support.

120-facher Ultra-Zoom für die Hauptkamera

Mit einem 120-fachen Zoom geht das Xiaomi Mi 10 Ultra an die Öffentlichkeit. Doch bereits unser Test des Samsung Galaxy S20 Ultra – welches bekanntermaßen mit einem 100-fachen Space Zoom ausgestattet ist – zeigte dass es sich nur um einen reinen Marketing-Gag handelt. So ist auch die 120-fache Vergrößerung der Xiaomi Quad-Kamera nicht ernst zu nehmen. Dennoch bestätigten die Experten von DXOMARK dem Smartphone vom Stand weg den ersten Platz im hauseigenen Ranking. Um das Huawei P40 Pro (zum Test) vom Thron zu stoßen, waren 130 Gesamtpunkte nötig. Und die Huawei-Leica-Kameras sind im Smartphone-Geschäft inzwischen eine Referenz. Wie gut ist also das Xiaomi-Setup?

Technische Daten der Kamera

Nun, zuerst einmal die harten Fakten. Es scheint als packe der chinesische Hersteller je nach Funktion des Objektives das Beste am Markt zusammen. Eine kleine Überraschung: Die Hauptkamera ist kein 108-Megapixel-Sensor, der durch die Kooperation mit Samsung zustande gekommen ist. Vielmehr setzt das Unternehmen auf den Omnivision OV48C Sensor, der mit einer 48 Megapixel Auflösung ausgestattet ist. Bekannt aus dem Xiaomi Mi 10 Lite brilliert er hauptsächlich durch seine Pixelgröße von 2,4 µm, der dadurch resultierenden Blende von f/1.85 und der Dual ISO Technologie mit OIS und EIS (optische und elektronische Bildstabilisierung).

Xiaomi Mi 10 Ultra

Der Periskop-Ultra-Zoom wird durch den 48 Megapixel auflösenden Sony IMX586-Sensor realisiert, der einen 5-fachen optischen und damit verlustfreien Zoom mit OIS bietet. Für Personen – also Portraitaufnahmen gibt es einen Samsung S5K2L7 Sensor mit 2-fachen optischem Zoom und einer Auflösung von 12 Megapixel mit Dual-Pixel-PDAF (Phase Detection Auto Focus). Den Abschluss liefert der 20 Megapixel-Ultra-Weitwinkel (128 Grad) Telesensor von Sony, welcher zusätzlich auch für Makro-Aufnahmen (f/2.2) ab 2,5 Zentimeter verwendet wird.

Frontkamera

Wie auch beim Mi 10 (Pro) und dem Mi 9 verbaut Xiaomi auf der Front einen 20-Megapixel Sensor von Samsung mit einer Blende von f/2.0. Um die 20-MP-Sensoren macht Xiaomi allen Anschein nach generell ein Geheimnis, warum auch immer. Es ist nicht herauszubekommen welche Sensoren hier auf der Rück- und Vorderseite verbaut sind. Hier auch gleich zum praktischen: Die Frontkamera hat uns nicht restlos begeistert. Sie gibt zwar Farben sehr neutral wieder und auch der Bokeh-Effekt ist okay, aber besser als das Huawei P40 Pro sind die Ergebnisse nicht. Auch das ein bereits so alter Sensor verwendet wird spricht nicht gerade dafür, dass Xiaomi hierdrauf den sprichwörtlichen Fokus richtet.

Hauptkamera

Ganz anders sieht es da schon in Sachen Hauptkamera aus. Der Fokusbereich wurde noch einmal zum Mi 10 (Pro) erweitert. Tagesaufnahmen sind auch am Rand noch scharf und voller Details. Bei künstlichen Licht werden die sonst sehr realistisch dargestellten Farben (gerade bei Hauttönen) doch stark nach. Auch die Detailschärfe lässt nach. Gut das kennt man von anderen Smartphones auch, doch ich sag nur Platz Eins bei DXOMARK.

Nachtaufnahmen

China typisch werden Farben immer ein wenig stärker dargestellt, als sie in Wirklichkeit sind. Das wird bei Nachtaufnahmen noch einmal besonders deutlich. Das hier abgebildete Motorrad wird von einer Laterne beleuchtet, was die Xiaomi-Kamera gleich dazu nutzt die Blätter praktisch leuchten zu lassen. Zugegeben ein interessanter Kunst-Effekt, aber weit entfernt von dem was tatsächlich zu sehen ist. Wir haben – wie es der Zufall will – auch ein Samsung Galaxy Note 20 Ultra in der Redaktion und diesen Moment mit der Kamera festgehalten.

Periskop-Kamera

Auf die Ergebnisse des 120-fachen Zoom bin ich bereits ein wenig in der Einleitung zur Kamera-Kategorie eingegangen. Der 120-fache Zoom bietet keine Ergebnisse die man jemanden zeigen möchte. Jedoch sind die Ergebnisse des 5-fachen, beziehungsweise maximalen 10-fachen Hybrid-Zoom durchaus nett anzusehen. Auch Details wie hier bei unserer Blume sind durchaus detailliert und kontrastreich dargestellt.

Weitwinkel- und Makro-Kamera

Hätten wir noch die Ergebnisse der Ultra-Weitwinkel-Kamera, welche eben auch für Makro-Aufnahmen verwendet wird. Ich würde in der Tat bei dem „unbekannten“ Sony-Sensor von den besten Ergebnissen sprechen. Man muss schon tief in ein Bild am PC hineinzoomen um das erste Rauschen zu erkennen. Und trotz 123 Grad Aufnahmewinkel scheinen die Farben auf den Aufnahmen am natürlichsten. Auch bei den Makro-Fotos bin ich immer wieder überrascht, wie die Welt von Scott Lang als Ant-Man so ausschaut.

Kamera-Fazit

Als kleines Kamera-Fazit bleibt zu sagen, dass die Quad-Kamera mit seinem bunten Portfolio an Sensor-Herstellern durchaus überzeugt. Der 120-fache Zoom ist ab der 10-fachen Hybrid-Vergrößerung Spielerei. Allenfalls um einmal leicht vermatscht zu spionieren, was in weiter Ferne passiert. Zoom und Tagesaufnahmen begeistern. Nacht-Aufnahmen im Grunde auch, aber nur weil ich auf diese künstlich aufgehellten Effekte stehe. Der Portrait-Modus liefert mit seinem 2-fachen Zoom ebenfalls sehr gute Ergebnisse und geht mit dem Bokeh-Effekt sehr sparsam zu Werke. Die Selfie-Kamera ist okay, aber beileibe nicht die Beste am Markt. Wie im Grunde auch das gesamt Ensemble nicht. Unserer Meinung nach hat hier Huawei noch ganz klar die Nase vorn. Doch definitiv spielt Xiaomi bereits ganz oben mit.

Akku mit Premium-Eigenschaften

Bei dem 4.500 mAh starken Akku hat sich der chinesische Hersteller etwas ganz besonderes einfallen lassen. Denn im Grunde sind es zwei 2.250 mAh starke Akkus. Verwendet wird hier ein „Dual cell Design“ mit GaN-Technologie (Galliumnitrid). Bedeutet einfach ausgedrückt, der eine Akku wird mit einer Low- und der andere mit einer High-Spannung geladen. So schafft es der Konzern samt dem beigelegtem 120-Watt-Netzteil, das Mi 10 Ultra binnen 23 Minuten komplett aufladen. Innerhalb von 7 Minuten halbvoll!

Also um sich das Ganze noch einmal auf der Zunge zergehen zu lassen. Erstmalig 120 Watt! Netzteil im Lieferumfang dabei (hallo Apple)! Und unter 30 Minuten komplett voll! Also dass nenn ich mal eine Ansage!

Da kann man auch verschmerzen, dass aufgrund der 120 Hertz die Haltbarkeit mit einer Akku-Ladung bei einem, maximal zwei Tagen liegt. Das scheint sich aber unter den Herstellern als goldene Regel manifestiert zu haben. Kaum ein Smartphone schafft mehr. Vielmehr widmet man sich dem schnelleren Laden. By the way: Mit dem Xiaomi Mi 10 Ultra kann man auch Kabellos bis maximale 50 Watt laden. Reverse Charging – also das Laden durch das Xiaomi Smartphone anderer Qi-tauglicher Geräte – funktioniert ebenfalls. Hier bis 10 Watt.

Sicherheit und Software

Sicherheit

Das Xiaomi Mi 10 Ultra ist sowohl mit einem Fingerprint-Sensor unter dem Display, als auch mit dem „Face unlock“ gesichert. Der Gesichts-Scan funktioniert meiner Meinung nach viel zu gut. Sobald mein Gesicht nur annähernd ins Blickfeld der Frontkamera gerät, ist das Smartphone entsperrt. Tatsächlich mir persönlich zu schnell, weswegen ich das Feature gleich wieder deaktiviert habe und mich auf den Fingerprint-Scanner verlasse.

Xiaomi Mi 10 Ultra im Test

Der scheint nach wie vor das gleiche Modell zu sein, welches man bereits seit 2 Jahren verwendet. Seine Zuverlässigkeit würde ich bei 93 Prozent einordnen. Soll bedeuten, dass es hin und wieder vorkommt, dass die Freischaltung einige Sekunden benötigt oder ein neuer Versuch unternommen werden muss. Generell würde ich ihn dennoch als zuverlässig und schnell kategorisieren.

Software

Zum Thema Software möchte ich mich gar nicht so sehr auslassen. Wir haben ein aus China importiertes Modell, welches demzufolge auch für knapp 1,4 Milliarden Einwohner und dessen unterschiedlichen Dialekte optimiert wurde. Demzufolge sind auch viele Anwendungen auf dem Smartphone, welche ich trotz Sprachauswahl auf Englisch nicht identifizieren kann. Ein etwas mulmiges Gefühl hinterlässt das ganze schon, wenn dann einmal wieder in der Benachrichtigungsleiste eine Information in chinesischer Sprache aufpoppt.

Xiaomi Mi 10 Ultra im Test

Dafür gibt es aber ein sogenanntes EU-ROM, welche jüngst vor Abschluss unseres ausführlichen Tests veröffentlicht wurde. Hier steht auch die deutsche Sprache zur Verfügung, es erfolgen OTA-Updates und alle chinesischen Anwendungen wurden entfernt. TradingShenzhen wird vermutlich dann ab kommende Woche die Mi 10 Ultras mit EU-ROM* verkaufen. Diesbezüglich (mit EU-ROM) wird es natürlich auch noch einmal einen separaten Beitrag geben.

Band 20

Eines noch zur Vervollständigung: Das Xiaomi Mi 10 Ultra hat kein Band 20 aktiviert. Das wird sich auch mit einem EU-ROM nicht ändern, auch wenn es rein technisch möglich wäre. Dafür steht zusätzlich der schnelle LTE-5G-Standard zur Verfügung. Nur müssen wir uns in Deutschland mit dem flächendeckenden Ausbau noch ein wenig gedulden. Band 20 wird hauptsächlich in ländlichen Gegenden verwendet. Prüft also vor dem Kauf die entsprechende Verfügbarkeit.

Google Pay

Eine weitere häufig gestellte Frage ist die der kontaktlosen Bezahlung via NFC (Near Field Communication). NFC ist da. Auch ist der Widevine Level 1 an Bord. Und last but not least verlief der SafetyNet Test ebenfalls positiv. Eine Kreditkarte ließ sich dennoch nicht erfolgreich bei Google Pay eintragen. Wir sind uns jedoch sicher, dass auch dieses Problem mit dem EU-ROM aus der Welt geschaffen wurde. …to be continued.

Pro und Contra

Pro

  • 120-Watt-Netzteil
  • Ultra Fast Charging
  • MIUI 12
  • RAM & Speicher
  • Quad-Kamera

Contra

  • Stereo-Sound ohne Pepp
  • Kein Band 20
  • Hohes Gewicht
  • 120x Zoom

Fazit des Xiaomi Mi 10 Ultra

Zehn Jahre Xiaomi wollen schon entsprechend gefeiert werden. Das Xiaomi 10 Ultra ist ein würdiges Jubiläums-Smartphone. Die Farben eine Frage des Geschmacks. Doch diese gelten als Widmung an Xiaomi-CEO Lei Jun, weswegen das Ganze dann wieder okay ist. Optisch gibt es wenig Überraschungen zu dem „Standard“ Mi 10 (Pro). Das schließt natürlich auch die Verarbeitung ein. Wie immer überragend.

Xiaomi Mi 10 Ultra im Test

Xiaomi wirbt mit 3 x 120! Gemeint ist der Zoom, den man getrost vernachlässigen kann, die restlichen Kamera-Resultate aber als sehr gut zu bewerten sind, wenngleich kein Platz vor dem Huawei P40 Pro (Wink an die Kollegen von DXOMARK). Weiterhin redet man von einem 120 Hertz Display. Auch hier wieder Chapeau, wenngleich ein Ultra eine höhere Auflösung verdient hätte. Und die dritten 120 gelten der Leistung des beigelegten Netzteils. 120 Watt! Wahnsinn, wie schnell das Xiaomi Mi 10 geladen werden kann. Allein dafür lohnt es sich schon das Smartphone zu kaufen.

Die technische Ausstattung ist ohne Fehl und Tadel, wenngleich der Snapdragon 865 Plus das aktuelle Maximum wäre. Dafür steht aber der „Game Turbo“ von Qualcomm Software technisch für mehr Performance zur Seite. Und mit 16 GB RAM und 512 GB internen Speicher, dürfte das Mi 10 sowieso Ultra sein. Die Software ist „noch“ sehr China-lastig, doch da steht bereits ein EU-ROM ante portas.

Fairerweise müssen wir auch noch die Aussicht auf das anstehende Xiaomi Mi 10T (Pro) richten, welches bereits ab 550 Euro erhältlich sein wird. Es wird natürlich nicht auf dem Niveau des Ultras sein, aber Sparfüchse können vielleicht hier und da ein paar Abstriche verkraften.

*Hinweis: Der Artikel beinhaltet Affiliate-Links zu Händlern. Bei einem Kauf eines Geräts über einen solchen Link unterstützt ihr GO2mobile. Für euch entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.

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Test Xiaomi Mi 10 Ultra
  • 9.5/10
    Hardware - 9.5/10
  • 9.1/10
    Verarbeitung - 9.1/10
  • 7.7/10
    Software - 7.7/10
  • 9.5/10
    Performance - 9.5/10
  • 9.2/10
    Kamera - 9.2/10
  • 9.1/10
    Akku - 9.1/10
  • 8.9/10
    Preis/Leistung - 8.9/10
9/10

Kurzfassung

Das Xiaomi Mi 10 Ultra ist das 10-jährige Jubiläums-Smartphone und das wird auch an allen Ecken und Enden immer wieder deutlich. Ultra Display, Ultra Lade-Technologie, Ultra Speicher und Ultra Zoom. Der ist allerdings mehr Marketing als alles andere. Die restlichen Funktionen der Quad-Kamera sorgen für tolle Foto-Ergebnisse.
Wenn das jetzt noch mit dem EU-ROM und der deutschen Sprache klappt, spielt das Xiaomi Mi 10 Ultra in der obersten Liga!

MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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